Psycho-Politik
Die geheime "Gebrauchsanleitung" für die Errichtung der Eine-Welt-Regierung oder:
"Das IV. Reich läßt grüßen"

Herausgegeben 1998 im Selbstverlag von Michael Kent Stuttgart
© 1998 by Michael Kent. Alle Rechte vorbehalten.

Dieses Buch besteht aus zwei Hauptteilen:

Handbuch der Psycho-Politik
Die Übersetzung des ursprünglichen Originaltextes

(Engl. Titel: "Brainwashing - A Synthesis of the Textbook on Psychopolitics" - zusammengestellt aus geheimen Weltverschwörer-Lehrmaterialien vom Universitätsprofessor Charles Stickley, New York, 1955)

Recherche von Michael Kent:
Deutschland 1998 - "Das IV. Reich läßt grüßen"
Psychopolitik im Deutschland der Gegenwart - Volksverdummung, Psychomanipulation, Gehirnwäsche und Erniedrigungsmaßnahmen an einer gesamten Nation.
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Ich, der Herausgeber dieser Schrift, liebe die Freiheit. Ich achte unsere Verfassung und schätze die Demokratie. Doch mit zunehmendem Schrecken muss ich erkennen, daß diese hart erkämpften und einst so hehren Werte sich allmählich in ihr Gegenteil verkehren. Mit noch größerem Entsetzen bemerke ich, daß scheinbar niemand etwas dagegen zu tun gedenkt.
Aus diesem Grund veröffentlichte ich das psychopolitische Handbuch in deutscher Sprache. Der erste (amerikansiche) Herausgeber dieses Buches, Charles Stickley, kann sich nicht für die 100%ige Authentizität der darin veröffentlichten Texte verbürgen. Ich bin mir daher bewußt, daß ihr Wahrheitsgehalt ausschließlich durch den aktuellen Bezug zur Gegenwart ermittelt werden kann.

Während der durchschnittliche Mitläufer, der angepaßte Normalbürger in diesem Buch äußerstenfalls hanebüchene Fiktion sehen wird, während der Feind der Freiheit, der Erbauer eines "Vierten Reiches", es als ketzerisches Werk des personifizierten Bösen identifizieren wird, wird jeder, der bereits versucht hat, seine Nase in den Wind der Freiheit zu erheben, jeder, der sich auf den Weg zu Höherem begeben hat und jeder, der die Welt verbessern möchte, in diesem Buch all diejenigen Dinge wiederfinden, die ihm als Steine auf dem Weg begegnet sind. Und noch viel besser: Er wird erkennen können, wer die Schatten in Wahrheit sind, gegen die er zu kämpfen versucht(e).

Dieses Buch wurde also für Euch verfaßt Ihr Unangepaßten, Ihr Strebsamen, Ihr natürlichen Führer, Ihr Eigensinnigen, Ihr Kreativen, Ihr Weltverbesserer. Lassen wir die anderen ruhig wehklagen und sich beschweren. Bauen wir statt dessen einfach eine bessere Welt. Schützen wir die Freiheit, schützen wir unsere eigentlich wertvolle Verfassung und schützen wir die freiheitliche Demokratie.

Michael Kent, Januar 1998

 

Anhand dieser Verweisliste lassen sich Abschnitte des Buches direkt erreichen.
(Der Hauptzweck dieser Liste ist, dass sie mir ermöglicht, an anderen Stellen meiner Webseite auf einzelne Abschnitte hieraus direkt verweisen zu konnen.)

 

Erklärendes Vorwort von Michael Kent

PP1_001

DAS EIGENTLICHE HANDBUCH DER PSYCHOPOLITIK

PP1_002

EINE ANSPRACHE BERIAS

PP1_004

Wer sind die Psychopolitiker

PP1_005

Hauptzielsetzungen der Psychopolitik

PP1_006

Höchstens ein ermüdeter Pöbel ...

PP1_007

Das gesamte Gebiet der mentalen Wissenschaften unterwandern

PP1_008

Alle amerikanischen Speilarten geistiger Heilung vernichten

PP1_009

Herrschaft über Gedanken und Körper jeder wichtigen Person

PP1_010

Die Irrenanstalten in Ihrem Land geben Ihnen Gefängnisse, die Millionen fassen

PP1_011

Alles, was mit wirkungsvollen Mitteln behandelt muss von der Bildfläche verschwinden

PP1_012

Falls und wenn wir Wien erobern

PP1_013

Unabhängige Forscher in der Versenkung verschwinden lassen

PP1_014

Die Eroberung des kompletten Gebietes der geistigen Heilung

PP1_015

Gerichte unterwandern, eigene Gesetzgebung durchbringen

PP1_016

KAPITEL 1: GESCHICHTE UND DEFINITION DER PSYCHOPOLITIK

PP1_017

Bestrafung muss die Einimpfung einer Idee beinhalten

PP1_018

Die glorreiche Arbeit von Pavlov (Experimentalpsychologe)

PP1_018b

Der Mensch ist ein Tier

PP1_019

Definition der Psychopolitik

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Gliederung und Kategorien der Psychopolitik

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Stärke und Macht der Psychopolitik

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KAPITEL 2: DIE MENSCHHEIT ALS POLITISCHER ORGANISMUS

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Schon der Einzelmensch ist eine Anhäufung von Zellen

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"Kranke Organe" müssen dazu gezwungen werden, loyal und gehorsam zu sein

PP1_025

Der Staat ist alles, der Einzelne nichts

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Die Lehren von Selbstbestimmung und Kreativität wirken dem Wohl des Staates entgegen

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Eigensinnige Wesen sind wie schädliche Viren und Bakterien

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Das Tier Mensch mit seiner fehlgeleiteten Loyalität

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Hypnose auf individueller Ebene ist törricht

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Angemessene Kraft gegen unloyale Gruppen einsetzen

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Der Mensch muss sich seiner Umgebung anpassen

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Die Unterordnung unter staatliche Ziele

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KAPITEL 3: DER MENSCH ALS WIRTSCHAFTLICHER ORGANISMUS

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Kontrolle des Menschen durch seine Bedürfnisse

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Wohlstand ist schädlich

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Durch Halbentbehrungen läßt sich eine Nation komplett leiten

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Wie sich die Psychopolitik die Zyklen von Auf- und Abschwung zunutze macht

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Wie den Feinden die kommunistische Erfindung der Einkommenssteuer untergejubelt wurde

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Anstiftung der Steuerbehörde zu chaotischer Gesetzgebung

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Wie man einen "Fachmann für geistige Heilung" in die Häuser der Reichen einschleust

PP1_043

Wie die Erreichung des Kommunismus perfekt vonstatten gehen wird.

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Die wahre Definition des Wortes KRIEG

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KAPITEL 4: STAATLICHE ZIELE FÜR INDIVIDUEN UND DIE MASSEN

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Es ist ein Mythod, dass der Mensch ein geistiges Wesen ist

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Alle Ziele entspringen Notwendigkeit

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Absolute Befehlsbefolgung

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Psychopoltik ist die "Härtere Bandage" zur Anpassung der Loyalität

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KAPITEL 5: EINE ABHANDLUNG ÜBER LOYLITÄT

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Anpassung der Loyalität durch Bestrafung

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Der Bestrafungswert des Elektroschocks

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Gehirnchirurgie kann empfohlen werden, um die Persönlichkeit zu entfernen

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Methoden zur Umpolung der Loyalität

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Loyalität ist keine "geistige Qualität", sondern nur eine Sache der Abhängigkeit

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Wie man die Loyalität einer wichtigen Persönlichkeit (V.I.P) umpolt

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Wenn die Umpolung nicht klappt, sorgt man dafür, dass es wie Selbstmord aussieht

PP1_058

Vernichtung einer Person, indem man ihr das Stigma der geisteskrankheit anhängt

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Schutzschild: Der Angriff auf die Psychopolitik ist eine Form der Geisteskrankheit

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Das oberste Ziel und die oberste Aufgabe der Psychopolitik an sich

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Die Zerstörung der ersten, zweiten, dritten und vierten Loyalität des individuums

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Wie man Kinder zerstört und in die Kriminalität treibt

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Die Loyalität der Kinder zum Staat zerstören

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Vernichtung des Patriotismus der Jugend

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Wie man Führungspersönlichkeiten unter den Jugenlichen gewinnt oder sie zerstört

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Jugendrichter erpressen, indem man ihnen abartigen Sex verschafft und sie dabei fotografiert

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Die Strategie Kriminelle als "geistig Gestörten" zu propagieren

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KAPITEL 6: ÜBER DEN GEHORSAM IM ALLGEMEINEN

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Gehorsam ist das Ergebnis von Gewalt

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Es darf keine Gnade geben

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Einpflanzungen/Gehorsam durch Schläge, Schmerzen und Hypnose

PP1_072

Somit ist es für einen Psychiater erforderlich, Experte in der Anwendung von Gewalt zu sein, um Gehorsam beim Einzelnen und bei Regierungen zu erzielen

PP1_073

Die Brutalitäten des Psychiaters werden im Namen der Wissenschaft begangen

PP1_074

Vorgebliche psychiatrische Heilungen müssen natürlich nicht wirklich Genesung hervorbringen

PP1_075

Es darf keine anderen Schiedspersonen über die Geisteskrankheit geben als Psychiater

PP1_076

Geisteskranke zu HEILEn soll für gesetzwidrig erklärt werden (!!)

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Der Einsatz von Furcht und Schrecken zur Erzielung von Gehorsam

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Implantierung von Befehlen

PP1_079

Es darf nicht bekannt werden, dass viele (hypnotisiert) unwissentlich für die PP arbeiten

PP1_080

Öffentliche Ableugnung der Wirksamkeit von Schmerz-Drogen-Hypnose

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Sollten je irgendwelche psychopolitischen Schriften ans Licht kommen, dann....

PP1_082

The point of no return

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KAPITEL 7: DER REIZ-REAKTIONS-MECHANISMUS BEIM MENSCHEN

PP1_084

Der Mensch ist ein Reiz-Reaktions-Tier

PP1_085

Funktionsweise des Reiz-Reaktions-Mechanismus

PP1_086

Weitere Erklärung - die Methode der Kossacken, ein Pferd abzurichten

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Reaktivierung

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Die bestmögliche Befehlseinimpfung unter Entbehrung, Schmerz und Elektroschock

PP1_088

Drogen bewirken eine künstliche Entkräftung

PP1_089

Der Psychopolitiker sollte versuche an Gefängnis- und Anstaltsinsassen durchführen

PP1_090

Gehirnchirurgie

PP1_091

Übungen in sexuellen Übergriffen

PP1_092

Ebenso wie ein Hund dressiert werden kann, kann der Mensch dressiert werden

PP1_093

Die Einfachheit der Verfahren soll durch komplizierte Nomenklatur verschlüsselt werden

PP1_094

Nichts der Psychopolitik nach außen sickern lassen

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KAPITEL 8: ERNIEDRIGUNG

PP1_096

Erniedrigung ist die erste und beste Waffe der allgemeinen Psychopolitik

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Deshalb ist der erste Angriffspunkt der Mensch: Er muss von einem geistigen Wesen zu einem tierischen Reaktionsmuster erniedrigt werden

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Der Mensch muss als Mechanismus ohne Individualität hingestellt werden.

PP1_099

Freiheitsliebende Individuen, ab mit ihnen in die Psychiatrie

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Die Indoktrinierung muss auf der Ebene der Jugend ansetzen

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Die verlogenen Mechanismen des Christentums verleiteten die Menschen zu närrischen Taten

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In 20 - 30 Jahren sollte das Erniedrigungsprogramm abgeschlossen sein.

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KAPITEL 9: KAMPAGNEN FÜR GEISTIGE GESUNDHEIT

PP1_104

Durch Kampagnen kann gesetzgeberischer Druck ausgeübt werden

PP1_105

Organisationen der geistigen Gesundheit müssen sorgsam darauf achten, alle wirklichen Fachkräfte aus ihren Reihen auszuschließen

PP1_106

Der Psychopolitiker muss die autoritäre Stellung dabei innehaben

PP1_107

Leute in die gute Gruppe einschleusen und nachhelfen, dass sie geisteskrank werden, um so die Gruppe verbieten zu lassen

PP1_108

Organisationen geistiger Gesundheit dienen dazu, Regierungen zu erpressen

PP1_109

Die Verbindung mit der Psychoanalyse

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Ziel: Eine psychiatrische Abteilung in jedem Krankenhaus des Landes

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Aufwertung der Stellung des Psychiaters in den Militärmächten

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Der Nutzen der Organisationen ist, Druck auf die Regierung auszuüben

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Wie sich immense Regierungsbewilligungen erschleichen lassen

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Wirklich heilende und helfende Gruppierungen müssen vernichtet werden

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KAPITEL 10: VERHALTEN BEI ANGRIFFEN

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Schutz durch gefälschte Dokumente und Beweise

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Die beste Verteidigung ist, die Zurechnungsfähigkeit des Angreifers in Frage zu stellen

PP1_118

Kein Mord, außer er wird in der Sicherheit der Anstalt verübt

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Schutz durch komplizierte Fachsprache und die Entsetzlichkeit der Geisteskrankheit

PP1_120

Schutz durch das Fehlen einer wirklichen Heilbehandlung

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KAPITEL 11: PSYCHOPOLITIK BEI DER VERBEITUNG DES KOMMUNISMUS

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KAPITEL 12: GEWALTSAME BEHANDLUNGSMETHODEN

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Nach einer solchen Behandlung ist keiner mehr zu einem Einspruch fähig

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Die Zahlen der wirklichen Toten unterdrücken

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Je gewaltsamer die Behandlung, desto aussichtsloser wird die Geisteskrankheit aussehen

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Die Schaffung von Zombie-Zuständen

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KAPITEL 13: DAS ANWERBEN VON PSYCHOPOLITISCHEN GIMPELN

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Rekrutierung erfolgt aus den Rängen derjenigen, die vorher schon verdorben sind

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Unbegrenzte Mitarbeiterzahlö durch die Ränge der Kriminellen

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KAPITEL 14: DAS ZERSCHLAGEN RELIGIÖSER GRUPPIERUNGEN

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Bisher lag das Gebiet der Seelsorge in den Händen der Kirche

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Geisteskrankheit nahm erst zu, seitdem "wissenschaftliche Praktiken" angewendet werden

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Die Menschen würden ihren verwirrten Nächsten immer zur Kirche geben

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Wir müssen die Kirche ausrotten

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Bestechung der medizinischen Gesellschaften

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Die Christen sind konditionierte Affen

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Beeinflussung der Volksvertreter

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Wir müssen wie der Wein sein, der um den Baum rankt

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KAPITEL 15: INITIATIVEN, DIE LAHMZULEGEN SIND

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Die destruktivste Sache, die dem psychopolitischen Programm passieren könnte, wäre...

PP1_142

Wodurch das psychopolitische Programm dem Untergang gewieht wäre

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Für einen Geisteskranken darf es keine Rechtsmittel geben, mit denen er seine Entlassung bewirken könnte.

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Auf alles Schriftliche psychopolitischer Natur muss verzichtet werden

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Die wahren Zahlen über Genesung und Tod dürfen zu keiner Zeit bekanntgegeben werden

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Freche Schriftsteller sollten in den Selbstmord getrieben werden

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Keine Liberalisierung von Heilverfahren

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Initiativen der Jugend zu helfen, müssen unterwandert werden

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Es darf keine Therapiegruppe geben, die sich mit Verstandesfragen beschäftigt

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Es darf keine Untersuchungen bei plötzlichen Selbstmorden geben

PP1_154

Mord vermeiden, lieber degradieren!

PP1_155

KAPITEL 16: NACHTRAG

PP1_156

Ende des psychopolitischen Originaltextes

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ZWEITER TEIL DES BUCHES VON MICHAEL KENT
"DAS VIERTE REICH LÄSST GRÜSSEN"

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ERKLÄRENDES VORWORT VON MICHAEL KENT
(Stuttgart, 1998)

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Zweifelsohne geben die gegenwärtigen Zustände im vereinten Deutschland größten Anlaß zur Besorgnis. Selbst ohne Sehhilfe springen auch denjenigen, die sich sonst nicht gerade in ausgeprägtem Umfang um politische und gesellschaftliche Belange kümmern wollen, handfeste Mißstände ins Auge. Mag man hierfür Beispiele anführen, läßt sich aus dem Vollen schöpfen: Ausufernde Arbeitslosigkeit, immer neue und immer steigende Steuern und Abgaben, Löcheritis in der Rentenkasse, horrende Staatsverschuldung, sinkende Reallöhne, kaputtes Gesundheitswesen, chaotische Politiker. Aber auch im sozialen Bereich sieht es nicht gerade rosig aus: Zunehmender Rechtsexremismus und Ausländerhaß, steigende Armut, grassierende Zivilisationskrankheiten, kultureller Verfall, Mängel im Bildungs- und Erziehungswesen, zunehmende Vereinsamung der Menschen, Rekordzahlen bei Scheidungen, Kindesmißhandlung und Kinderpornographie, allgemeine Zunahme von Gewalt- und Straftaten - vor allem schon bei Jugendlichen - in die Höhe schnellender Drogenkonsum, etc. pp. Die allgemeine Erklärung, die dem unmündigen Staatsbürger dafür von einer scheinheiligen Medienmaschinerie eingetrichtert wird, liest sich ungefähr so: "Tja, da kann man halt nix machen!", "Es gab da die eine Entwicklung und daraus resultierte dann jene andere Entwicklung und jetzt muß man die Mehrwertsteuer auf 16% anheben, damit die Renten bezahlt werden können." Usw.

 

Doch wer erzeugte diese Entwicklungen? Wer versaute die Rentenversicherung, wer plünderte den vollen Topf ?! Wer erteilte dereinst so katastrophale Ratschläge, daß die heutigen Zustände daraus resultieren? Wer lancierte die Gesetze, die heute 6 Millionen Menschen arbeitslos machen? Wer redete einst freiem Drogenkonsum das Wort? Wer erzeugt das Chaos in diesem unserem Land? Wer nimmt Einfluß auf die Politik? Welche Handlungen waren es, die dem Ausländerhaß Vorschub leisteten, wer zerstört Menschen soweit, daß sie unschuldige siebenjährige Kinder vergewaltigen und anschließend bei lebendigem Leib wie Abfall in den Fluß werfen? Wer steckt dahinter? Wer ist die treibende Kraft, die bewirkt, daß es in den Medien nur noch Sex, Chaos und Gewalt zu sehen und zu hören gibt?

Nie liest man etwas über wahre Ursachen. Wahre Ursachen werden durch lebendige Menschen und deren Handlungen bzw. Unterlassungen verkörpert. Hören Sie bloß auf, an das Schicksal, die Götter oder den bösen Zufall zu glauben. Geben Sie sich keinesfalls der pessimistischen Einstellung hin, daß man die Dinge eben so nehmen müsse, wie sie kommen. Nein, Dinge sind so wie sie sind, weil sie so fabriziert wurden. Die Frage, die bleibt, ist: Wer zimmert(e) die Probleme, unter denen wir heute alle ausnahmslos zu leiden haben?

Mit hundertprozentiger Sicherheit kann man davon ausgehen, daß die wahre Quelle bisher unentdeckt geblieben ist. Denn Probleme haben gemäß ihrer natürlichen Beschaffenheit die Eigenart, so lange bestehen zu bleiben, bis man ihre wahre Ursache entdeckt - eine goldene Regel, mit der sich jeder Manager Tag für Tag konfrontiert sieht. Gefahr erkannt, Gefahr gebannt, heißt es so treffend im Volksmund. Da es in Deutschland immer noch rapide abwärts geht, muß es eine Quelle geben, die genau dies verursacht. Und diese Quelle muß es gleichzeitig meisterhaft verstehen, sich zu verbergen - was offensichtlich aber kein allzu schwieriges Unterfangen darstellt.

Bei meiner Suche nach der wahren Quelle unserer heutigen Übel bin ich auf ein hochbrisantes Buch gestoßen, das bisher nur kurzzeitig in zwei verschiedenen Versionen auf dem amerikanischen Markt erschienen war. Hochbristant deswegen, weil es das erste Buch ist, das einen überzeugenden Anhaltspunkt für eben diese wahre Quelle vermittelt. Es handelt sich dabei um eine Zusammenstellung von geheimen Lehrmaterialien, die detailliert beschreiben, wie man eine Nation unter dem Deckmantel der Hilfe zerstören kann, wie man sie von innen zersetzt - mit ihren eigenen finanziellen Mitteln - im besten Glauben, so daß sie zur anschließenden Eroberung bereit ist, ohne daß dazu Waffen vonnöten wären. Sehr praktisch! Natürlich - Sie werden es schon ahnen - können solche Lehrmaterialien nur aus kommunistischer Feder stammen. Das ist aber ganz egal, denn Kommunismus hin oder her, es handelt sich um Lehrmaterial, und Lehrmaterial hat nur einmal die Eigenart, daß es sich jedermann aneignen kann.

Das Buch, auf das ich gestoßen bin, trägt den Titel "Psycho-Politik", und die darin enthaltenen Leitlinien für diejenigen, die sich ganz offenbar der Unterwanderung unserer Nation verpflichtet haben, weisen so frappierende Parallelen zu den Geschehnissen der Gegenwart auf, daß selbst dem Blindesten unter uns allen dabei klar werden muß, was heute hier gespielt wird.

Dieses psychopolitische Lehrbuch ist in der Lage, sämtliche Fragezeichen aufzulösen, die sich zwangsläufig ansammeln, wenn man als wacher deutscher Bürger durch das Leben zu spazieren versucht.

 

Und wenn auch in den Texten dieses Lehrbuchs immer wieder von der Herrlichkeit, den Zielen, den Großmeistern und Glorien des Kommunismus die Rede ist, auch wenn der Triumpf der Partei zur Sprache kommt, auch wenn Weisheit und Helden Rußlands immer wieder gelobt werden, so lassen Sie sich davon bitte nicht von den eigentlichen und zentralen Aussagen ablenken. Was zählt ist nämlich einzig, ob das darin geschilderte Know-how gemäß Ihrer Beobachtung heute in Deutschland in allgemeiner Verwendung ist oder nicht. Ich bin also sehr gespannt, was Sie dazu sagen werden.

Genauso gespannt bin ich darauf, ob Sie mit mir darin übereinstimmen werden, daß eine überwältigende Zahl von Indizien dafür spricht, daß hier und heute eine bisher unsichtbar gebliebene Macht emsig dabei ist, ein totalitäres "Viertes Reich" zu errichten, in dem der Einzelne zu einem Rädchen in der Maschinerie, zu einem gleichgeschalteten, konsumierenden und brav Steuern zahlenden Melkschaf für die oberen Zehntausend degradiert werden soll.

Wie dem auch immer sei, das Thema ist ernst. Zu ernst, um ignoriert zu werden. Lesen Sie nun den folgenden Text des psycho-politischen Handbuches, und während Sie dies tun, denken Sie bitte an die Worte des weisen Mannes aus Nazareth, der damals schon zu verkünden hatte: "Wer Augen hat, der sehe, wer Ohren, der höre!" Ich sage nun: "Wer eine Stimme hat, der rede; wer eine Integrität hat, folge ihr!" Ich bedanke mich nun für Ihren Mut, ab hier weiterzulesen.

Michael Kent

 

Beginnen wir nun also mit der Übersetzung des ursprünglichen Textes aus dem

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Handbuch der Psycho-Politik

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Zusammengestellt aus geheimen Lehrmaterialien von Charles Stickley, N.Y.C, 1955
Übersetzt von Michael Kent, Stuttgart, 1992,
Überarbeitet und neu herausgegeben von Michael Kent, 1998
"Handbuch der Psychopolitik" zweite, überarbeitete deutsche Ausgabe, 1998

Titel der amerikanischen Ausgaben:
1. "BRAINWASHING - A Synthesis of the Textbook on Psychopolitics"
von Charles Stickley, New York City, 1955 und

2. "THE SOVIET ART OF BRAINWASHING - Psychopolitics and the Suppression of Man and Civilization" von Kenneth Goff, Costa Mesa, California, 1978

Übersetzung: Michael Kent. Der Herausgeber übernimmt keine Verantwortung für die Authentizität der Texte des psycho-politischen Handbuches.


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seit 10. Nov. 2000

 

 

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Eine Ansprache Berias

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Amerikanische Studenten an der Lenin Universität, ich freue mich über Ihre Anwesenheit beim Lehrgang über Psychopolitik. Psychopolitik ist eine wichtige, wenn auch weniger bekannte Abteilung der Geopolitik. Sie ist weniger bekannt, weil sie notwendigerweise mit höchstausgebildetem Personal zu tun hat, mit der obersten Führungsrige der "geistigen Heilung"(!)

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Mit Psychopolitik werden unsere Hauptzielsetzungen wirkungsvoll vorangetragen.
Ein Maximum an Chaos in der Kultur des Feindes zu erzeugen, ist unser allerwichtigster Schritt. Unsere Früchte gedeihen in Chaos, Mißtrauen, Wirtschaftsdepression und wissenschaftlichem Durcheinander.

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Höchstens ein ermüdeter Pöbel kann Frieden in der von uns angebotenen Staatsform suchen und letztlich kann nur der Kommunismus die Probleme der Massen lösen.

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Ein Psychopolitiker muß hart arbeiten, um das größtmögliche Chaos auf dem Gebiet geistiger Heilung hervorzubringen. Er muß alle Dienststellen und Einrichtungen der geistigen Heilung anwerben und benutzen. Er muß hart daran arbeiten, das Personal und die Einrichtungen der geistigen Heilung zu vergrößern bis letztlich das gesamte Gebiet der mentalen Wissenschaft komplett von unseren Prinzipien und Interessen geleitet wird.

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Um diese Ziele zu erreichen, muß ein Psychopolitiker jede in Amerika entstandene Spielart geistiger Heilung vernichten. Das gegenwärtige Unterrichten von Freud, James, Eddy und anderen unter euch fehlgeleiteten Leuten muß hinweggefegt werden. Sie müssen in Verruf gebracht, verleumdet und verhaftet werden, und es muß sogar von ihren eigenen Regierungen auf ihnen herumgetrampelt werden, bis sie keinerlei Vertrauenswürdigkeit mehr besitzen und nur das kommunistisch orientierte "Heilen" übrigbleibt.

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Sie müssen solange arbeiten, bis jeder Psychologielehrer wissentlich oder unwissentlich unter dem Deckmantel der "Psychologie" kommunistische Doktrinen lehrt. Sie müssen angestrengt arbeiten, bis wir die Herrschaft über die Gedanken und Körper jeder wichtigen Person in Ihrer Nation besitzen. Sie müssen es erreichen, den Zustand der Geisteskrankheit in solchen Verruf zu bringen und sich über die Erklärung desselben solche Autorität verschaffen, daß kein Staatsmann, der mit diesem Etikett behaftet wird, jemals wieder gutes Ansehen bei seinen Leuten erhalten könnte. Sie müssen so lange arbeiten, bis Selbstmord wegen geistiger Unausgewogenheit weitverbreitet ist und keine öffentliche Untersuchung oder ein Aufmerken nach sich zieht.

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Die Irrenanstalten in Ihrem Land geben Ihnen Gefängnisse, die Millionen fassen, die keine Bürgerrechte mehr genießen und keine Hoffnung auf Freiheit mehr haben. Und an diesen Leuten kann Schock und Chirurgie praktiziert werden, so daß diese niemals mehr in der Lage sein werden, einen vernünftigen Gedanken zu fassen.

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Sie müssen dafür sorgen, daß derartige Behandlungen als üblich und gebräuchlich akzeptiert werden. Sie müssen jegliche Behandlung oder jegliche Gemeinschaft, die danach trachtet, mit wirkungsvollen Mitteln zu behandeln, von der Bildfläche fegen. Sie müssen als angesehene Leute über das Gebiet der Psychiatrie und Psychologie sowie über Hospitäler und Universitäten regieren. Sie müssen den Mythos vorantragen, daß nur der europäische Arzt im Gebiet der Geisteskrankheit Kompetenz besitzt und damit den hohen Anteil ausländischer Herkunft und Ausbildung in Ihren Reihen rechtfertigen.

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Falls und wenn wir Wien erobern, werden wir eine gemeinsame Basis für Zusammenkünfte haben und Sie können mit anderen Psychiatern als Anhänger von Freud heranreisen und Ihre Instruktionen entgegennehmen. Psychopolitik ist eine ernsthafte, feierliche Aufgabe. Mit ihr können Sie unsere Feinde wie Fliegen vernichten. Sie können die Effizienz von Führungspersonen zerstören, indem Sie Geisteskrankheit mit Hilfe von Drogen in deren Familien implantieren. Dadurch daß Sie ihnen Geisteskrankheit attestieren, können Sie sie hinwegfegen. Falls Sie sich als zu resistent erweisen sollten, können Sie sie mit unseren Techniken sogar selbst geisteskrank machen. Durch psychopolitische Gehirnwäsche können Sie ihre Loyalität verändern. Geben Sie einem psychopolitischen Geheimagenten nur ein wenig Zeit, so kann er die Loyalität eines Soldaten zu unseren Gunsten beeinflussen, ebenso die Loyalität eines Staatsmannes in seinem eigenen Land, oder er kann einfach dessen Verstand zerstören.

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Sie arbeiten jedoch unter gewissen Gefahren. Es könnte passieren, daß Abhilfen für unsere "Behandlungsmethoden" gefunden werden. Es könnte öffentlich Hetze und Einspruch gegen "geistige Heilung" aufkommen. Daher könnte es passieren, daß jegliche geistige Heilung in die Hände von Geistlichen gelegt und unseren Psychologen und Psychiatern entzogen werden könnte. Aber der kapitalistische Durst nach Kontrolle, die kapitalistische Unmenschlichkeit und die verbreitete Angst vor Geisteskrankheit können als Schutzschild für derartige Dinge eingesetzt werden. Doch sollte dies geschehen, sollten unabhängige Forscher tatsächlich Methoden entdecken, um psychopolitische Prozeduren unwirksam zu machen, dann dürfen Sie nicht ruhen, Sie dürfen weder essen noch schlafen, Sie dürfen selbst mit dem letzten Pfennig nicht knausern, um gegen diese Methode eine Kampagne durchzuführen, sie in Verruf zu bringen, sie niederzuschlagen und sie als wertlos in der Versenkung verschwinden zu lassen, denn durch wirkungsvolle Mittel können all unsere Handlungen und Forschungen zunichte gemacht werden.

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In einem kapitalistischen Staat werden Sie von allen Seiten durch die Korruption der zeitgemäßen menschlichen Philosophie unterstützt. Sie werden sehen, daß Sie alles in Ihrer Kampagne unterstützen wird, sämtliches "geistige Heilen" zu erobern, zu kontrollieren und zu benutzen, um unsere Doktrin zu verbreiten und uns unserer Feinde innerhalb ihrer eigenen Grenzen zu entledigen.

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Benutzen Sie die Gerichte, die Richter, die Verfassung des Landes, benutzen Sie medizinische Gesellschaften und deren Gesetze, um unsere Ziele voranzutreiben. Knausern Sie nicht mit harter Arbeit diesbezüglich. Wenn Sie dann Erfolg gehabt haben, werden Sie erkennen, daß Sie Ihre eigene Gesetzgebung beliebig durchsetzen können und Sie durch vorsichtige Organisation, der sich mit Heilung beschäftigenden Gesellschaften, durch konstante Kampagnen über die Schrecken der Gesellschaft und durch das Verweisen auf Ihre eigene Effektivität, den Kapitalisten selbst dazu bringen werden, daß er mit eigenen Mitteln den Löwenanteil der lautlosen Eroberung durch den Kommunismus finanzieren wird.

 

Erschaffen Sie Chaos mit Psychopolitik. Machen Sie eine Nation führerlos. Töten Sie unsere Feinde, und bringen Sie der Erde den größten Frieden, den die Menschheit je erfahren hat.

Herzlichen Dank.

 

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KAPITEL 1:
GESCHICHTE UND DEFINITION DER PSYCHO-POLITIK

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Obwohl Bestrafung um ihrer selbst Willen durchaus empfohlen werden kann, ist es nichtsdestoweniger wahr, daß das Ziel jeglicher Bestrafung die Einimpfung einer Idee sein muß, egal, ob es sich dabei um eine Idee der Hemmnis oder des Gehorsams handelt. Da jeder Herrscher von jeher zur Erreichung seiner Ziele den Gehorsam seiner Untertanen brauchte, mußte er zu Methoden der Bestrafung greifen. Dies gilt für jeden Volksstamm und Staat in der Menschheitsgeschichte. Die russische Kultur hat heute viel bessere und sicherere Methoden hervorgebracht, die Loyalität des Pöbels und des Einzelnen anzupassen und zu sichern sowie Gehorsam zu erzwingen. Dieser moderne Auswuchs alter Praktiken wird politische Gehirnwäsche oder Psychopolitik genannt.

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Die Dummheit und Narrenhaftigkeit jener Staaten, die nicht mit russischem Zweckdenken gesegnet sind, hat selbe dazu gezwungen, sich auf Praktiken zu verlassen, die gemessen an der schnellen und heldenhaften Gangart unserer Zeit überholt sind. Und angesichts des großen Fortschritts russischer Kultur im Gebiet geistiger Technologie, die mit der glorreichen Arbeit von Pavlov begann und später von anderen Russen großartig fortgeführt wurde, sollte es seltsam anmuten, wenn eine Kunst und Wissenschaft nicht die völlige Gleichschaltung von Loyalitäten heranbilden und den Gehorsam von Individuen und Massen hervorrufen würde.

Daher können wir erkennen, daß psychopolitische Prozeduren ein natürlicher Ableger von Praktiken sind, die so alt wie die Menschheit selbst sind, Praktiken, die gegenwärtig in jeder menschlichen Gruppe auf der ganzen Weit vorhanden sind. Daher haben wir was psychopolitische Methoden anbelangt auch keinerlei ethische Probleme, denn es ist offensichtlich und selbstverständlich, daß der Mensch immer gegen seinen Willen dazu gezwungen wird, sich dem übergeordneten Wohl des Staates unterzuordnen, egal, ob dies nun aus wirtschaftlicher Profitgier oder Indoktrinierung von staatlichen Wünschen und Interessen geschehen mag.

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Der Mensch ist im Grunde ein Tier. Er ist ein Tier, dem ein zivilisierter Anstrich gegeben wurde, ein kollektives Tier, das sich zum Selbstschutz vor Umweltbedrohungen zusammenrottet. Jene, die ihn so gruppieren und kontrollieren, müssen daher Techniken besitzen, die die Launen und Triebe des menschlichen Tieres zu größerer Effizienz und der Erreichung von staatlichen Zielen hindirigieren.

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Psychopolitik wurde in der einen oder anderen Form seit längerem in Rußland verwendet, dennoch ist das Thema außerhalb unserer Landesgrenzen nicht ganz unbekannt, jedoch nur dort sicher, wo wir unser Gedankengut sorgfältig eingepflanzt und zum Wohle unserer Nation eingesetzt haben. Die Definition von Psychopolitik ist folgende: Die Kunst und Wissenschaft, Herrschaft über Gedanken und Loyalität von Individuen, Beamten, Behörden und Massen auszuüben und aufrechtzuerhalten sowie die Eroberung von Feindesnationen mittels "geistiger Heilung" zu vollziehen.

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Das Gebiet der Psychopolitik gliedert sich in mehrere Kategorien, wobei jede einzelne eine natürliche, logische Folge der Vorhergehenden ist.

  1. Das Wesen und die Anatomie des Menschen als politischer Organismus
  2. Eine Untersuchung des Menschen als wirtschaftlicher Organismus, da er durch seine Bedürfnisse kontrolliert werden könnte
  3. Die Klassifizierung von staatlichen Zielen für Individuen und Massen
  4. Eine Abhandlung über das Gebiet der Loyalität
  5. Das allgemeine Gebiet des Gehorsams
  6. die Anatomie des menschlichen Reiz-Reaktions-Mechanismusses
  7. Schock (z.B. Elektro-Schock) und dessen Auswirkung
  8. Die Kategorien der Erfahrung
  9. Das Fördern und Gleichschalten von Erfahrung
  10. Der Einsatz von Drogen
  11. Der Gebrauch von Einpflanzungen (von Ideengut und Befehlen mittels Schmerz und Drogen, bzw. Schmerz-Drogen-Hypnose)
  12. Die allgemeine Anwendung der Psychopolitik innerhalb Rußlands
  13. Die Organisation von psychopolitischen Aktionen außerhalb Rußlands, ihre Zusammensetzung und Aktivität
  14. Die Erschaffung einer versklavenden Philosophie innerhalb einer Feindesnation
  15. Die Bekämpfung antipsychopolitischer Aktivitäten im Ausland
  16. Die Bestimmung (Aufgabe) der psychopolitischen Rolle in einem wissenschaftlichen Zeitalter

Es könnten hier weitere Unterkategorien hinzugefügt werden, wie z.B. die Aufhebung moderner Waffen durch psychopolitische Aktivitäten.

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Stärke und Macht der Psychopolitik dürfen keinesfalls unterschätzt werden, vor allem, wenn sie in einem Land benutzt wird, das durch Pseudo-Intellektualismus verfallen ist, wo die Ausbeutung der Massen vollständig einhergeht mit psychopolitischen Aktionen, und vor allem, wo die Habgier des Kapitalismus und der Monarchie bereits eine überwältigende Menge an Neurosen geschaffen hat, die der psychopolitischen Aktion und der psychopolitischen Armee als Arbeitsbasis dienen können.

Es ist Bestandteil Ihrer Mission, werter Student, psychopolitische Aktivität zum Schaden Rußlands abzuwenden, wie es ebenso Bestandteil Ihrer Mission ist, die Ziele der Psychopolitik innerhalb und außerhalb unseres Landes voranzutragen (falls Ihnen dies zugewiesen wurde). Kein Agent könnte auch nur im entferntesten effektiv sein, ohne gründlich in Psychopolitik ausgebildet worden zu sein.

 

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KAPITEL 2:

DIE MENSCHHEIT ALS POLITISCHER ORGANISMUS

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Schon der Einzelmensch ist eine koloniale Anhäufung von Zellen, und es wäre ein Fehler, ihn als Individuum zu betrachten. Zellkolonien haben sich zum einen oder anderen Organ des Körpers zusammengeschlossen und diese Organe wiederum haben sich zu einer Gesamtheit verbunden. Sogar, wenn wir eine Ansammlung mehrerer Menschen außer Betracht lassen, können wir daraus ersehen, daß bereits der einzelne Mensch ein politischer Organismus ist. Was einen einzelnen Organismus anbelangt könnte man Krankheit als die Treulosigkeit eines Organs gegenüber dem verbleibenden Rest des Organismusses bezeichnen. Tritt eine solche Treulosigkeit auf, entsteht daraus eine Revolte einiger Körperteile gegen das verbleibende Ganze und somit haben wir eine innere Revolution. Das Herz wird unzuverlässig und löst sich aus enger Verbundenheit mit dem restlichen Organismus und wir stellen fest, daß der gesamte Körper aufgrund der revolutionären Aktivität des Herzens gestört wird. Weil das Herz mit dem restlichen Organismus nicht zusammenarbeiten kann oder will, revoltiert es. Wenn wir dem Herzen daher gestatten zu rebellieren, könnten die Nieren, diesem Beispiel folgend, ebenfalls rebellisch werden und die Arbeit zum Wohle des Körpers einstellen. Indem sich diese Rebellion auf andere Körperteile und das Drüsensystem ausbreitet, bewirkt sie den Tod des "Individuums". Wir können mit Leichtigkeit erkennen, daß Rebellion der pure Tod ist und daß die Revolte irgendeines Körperteils zum Tod führt. Daher sehen wir, daß man mit der Rebellion kompromißlos verfahren muß.

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Wie das "Individuum", so ist auch der Staat ein Zusammenschluß einzelner zusammengefaßter Bausteine. Die politischen Einheiten innerhalb des Staates müssen alle zum größten Wohl des Staates zusammenarbeiten, da ansonsten der Staat auseinanderfällt und stirbt; denn wir sehen, daß mit der Unzuverlässigkeit eines Verräters, anderen Bereichen ein Beispiel gesetzt wird und langfristig der gesamte Staat niedergehen wird. Das ist das Gefährliche an der Revolution. Schauen Sie sich die Erde an. Wir sehen hier einen gesamten Organismus. Die Erde hat als Organe die verschiedenen Rassen und Nationen der Menschen. So es einer davon erlaubt wird, unzuverlässig zu sein, ist die Erde selbst mit dem Tode bedroht. Die angedrohte Rebellion eines Landes, egal wie klein, gegen den gesamten Organismus Erde, würde die Erde krank machen und den gesamten kulturellen Zustand der Menschheit in Mitleidenschaft ziehen. Indem also die faulende Krankheit der kapitalistischen Staaten ihren Eiter und ihre Bakterien in die gesunden Länder der Welt versprüht, werden diese zwangsläufig den Tod der Erde herbeiführen, bis die kranken Organe dazu gezwungen werden, loyal und gehorsam zu sein und dem Wohl des Weltstaates zu dienen. Der Aufbau der Menschheit ist so geartet, daß der Einzelne nicht wirklich funktionieren kann, ohne mit sämtlichen Teilen und Organen der Gesamtanatomie gleichgeschaltet zu sein.

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Da der Durchschnittsbürger in einem unkultivierten und ungeformtem Staat leistungsunfähig ist - nehmen Sie als Beweis die Dschungelbarbaren - muß er durch Übung, Bildung und durch auf spezifische Ziele hin ausgerichtete Arbeit auf eine Koordination seiner organischen Funktionen hin ausgebildet werden. Wir weisen ausdrücklich und besonders darauf hin, daß das Individuum von außen dazu gebracht werden muß, seine Übung, Ausbildung und Arbeit auszuüben. Er muß dazu gebracht werden, dies zu erkennen, denn nur dann kann er dazu gebracht werden, in der ihm zugewiesenen Rolle auf effektive Weise zu funktionieren.

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Die Lehren von krassem Individualismus, Selbstbestimmung, Eigensinn, Vorstellungskraft und persönlicher Kreativität wirken aufs Deutlichste dem übergeordneten Wohl des Staates entgegen. Diese eigenwilligen und unangepaßten Kräfte stellen schlichtweg eine Krankheit dar, die Unzuverlässigkeit, Uneinigkeit und auf lange Sicht den Zusammenbruch der Gruppe, mit der das Individuum verbunden ist, hervorbringen wird. Die Beschaffenheit der Menschheit eignet sich durchaus und meisterhaft für gezielte, positive Regulierung all seiner Funktionen von außen, einschließlich des Denkens, des Gehorsams und der Loyalität; und diese Dinge müssen kontrolliert werden, wenn je ein größerer Staat entstehen soll.

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Während es für den Chirurgen wünschenswert erscheinen mag, das eine oder andere Glied oder Organ zu amputieren, um den Rest zu retten, muß darauf hingewiesen werden, daß es schlecht möglich ist, diesen Zweck zu erreichen, wenn es dabei um ganze Nationen geht. Es kann beobachtet werden, daß ein Körper, dem gewisse Organe fehlen, in seiner Leistungsfähigkeit beeinträchtigt wird. Müßte die Welt der Arbeiterschaft entbehren, die derzeit von den geisteskranken und unvernünftigen Schwachsinnigkeiten der Kapitalisten und Monarchen dieser Welt versklavt wird, würde dies eine definitive Behinderung innerhalb des Weltstaates hervorrufen. Die Tatsache, daß eine Siegermacht bei Ende des Krieges dazu gezwungen ist, die Bevölkerung des besiegten Landes wieder zu stärken, läßt uns erkennen, daß jeglicher Impuls einen untreuen Teil der Welt zu entvölkern, Konsequenzen nach sich ziehen müßte.

Aber, lassen Sie uns das Eindringen von schädlichen Viren und Bakterien beleuchten und wir erkennen, daß der angegriffene Organismus so lange Schaden nehmen wird, bis wir den Krankheitserreger vernichten können. In jedem Staat gibt es gewisse Individuen, die als Viren oder Krankheitserreger fungieren. Diese Individualisten attackieren die Bevölkerung oder eine Gruppe innerhalb derselben und erzeugen durch ihre Selbstsucht eine Krankheit, die sich sodann allgemein verbreitet. Die Beschaffenheit des Menschen als Einzelperson und der Aufbau des Staates oder eines Teiles davon, entsprechen einander völlig. Es ist die Mission des Psychopolitikers, zuerst den Gehorsam und die Ziele der Gruppe auszurichten und dann deren Ausrichtung zu erhalten, indem man das Wirken von Personen und Persönlichkeiten ausmerzt, welche die Gruppe zu Untreue bewegen könnten. In Rußland, wo Dinge besser gehandhabt werden und wo Vernunft regiert, ist es nicht schwierig, die eigensinnige Bazille auszurotten, die eine politische Körperschaft angreifen könnte. Im Feld der Eroberung jedoch, in weniger erleuchtenden Nationen, in denen der russische Staat noch keine Macht besitzt, ist es nicht im selben Maße möglich, alle eigensinnigen Individuen zu entfernen. Psychopolitik ermöglicht es, jenen Teil der Persönlichkeit zu entfernen, der zwangsläufig im Zustand der Person selbst Verwüstung anrichtet, als auch in der Gruppe, mit der die Person in Verbindung steht.

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Gestattete man es dem Tier Mensch, frei von konterrevolutionärer Propaganda zu leben, ließe man ihn unter der Obhut wohlgeplanter staatlicher Führung arbeiten, so würde es unter den Menschen weniger Krankheit geben und man könnte feststellen, daß es keine Krankheit innerhalb des Staates gäbe. Aber dort wo das Einzelwesen von gegensätzlicher Propaganda beunruhigt wird, wo er zur Wirkung revolutionärer Aktivitäten gemacht wird, wo es ihm erlaubt ist, kritische Gedanken über den Staat selbst zu hegen, wo es ihm erlaubt wird, jene in Frage zu stellen, in deren natürliche Verantwortung er fällt, dort würden wir beobachten, daß seine Verfassung darunter litte. Ausgehend von jener Unzuverlässigkeit könnten wir beobachten, daß sein Herz und weitere Teile der Anatomie unzuverlässig werden würden. Dieses Prinzip funktioniert so sicher, daß wenn wir ein krankes Individuum betrachten und tief genug forschen könnten, wir eine fehlgeleitete Loyalität und einen unterbrochenen Gehorsam gegenüber der Einheit der Gruppe jener Person vorfinden könnten.

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Da gibt es jene, die törrichterweise irgendwelche "Alice-im-Wunderland-Reisen" dorthin unternommen haben, was sie den "unterbewußten" oder "unbewußten" Verstand nennen, und die unter dem Deckmantel der "Psychotherapie" danach trachten, die Unzuverlässigkeit einzelner Körperteile zu behandeln. Es muß jedoch angemerkt werden, daß ihre Aktivitäten keinesfalls von Erfolg gekrönt sind. Ein solches Herangehen an die Sache hat keinerlei Wert. Als die Hypnose in Rußland erfunden wurde, konnte häufig beobachtet werden, daß es lediglich erforderlich war, das widerstandslose Individuum in einen guten Zustand zu befehligen, um eben dies zu erreichen.

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Die einzige Einschränkung bei Hypnose lag darin, daß einige Gebiete nicht durch sie angegangen werden konnten, und daher mußte sie verbessert werden, um Individuen zu beeinflussen, die man anderweitig nicht hätte erreichen können. So machte jede Nation die Erfahrung, daß sie als ganzer Organismus wieder gut vorwärts kam, wenn sie angemessene Kraft gegen unloyale Gruppen zu Felde führte. Genauso wie durch Hypnose jedes Organ zu größerer Loyalität und besserem Gehorsam gebracht werden kann, so kann auch jede politische Gruppe zu größerer Loyalität und besserem Gehorsam gebracht werden, indem man ausreichende Kraft einsetzt. Jedoch bringt Gewalt oft Zerstörung mit sich, und es ist gelegentlich unmöglich, sie bei breiten Massen anzuwenden, um die Ziele zu erreichen, die man vor Augen hat. Daher ist es nötig, das Individuum entgegen seinem Wunsch sich nicht einzufügen, zur Anpassung zu bringen.

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Ebenso, wie es eine beobachtete Wahrheit ist, daß der Mensch sich seiner Umgebung anpassen muß, ist es ebenfalls beobachtete Wahrheit und wird noch mehr zu einer werden, je mehr die Jahre voranschreiten, daß sogar die Gesamtheit der Menschheit zur Gesundheit befohlen werden kann. Der Zustand des Menschen entspricht auf absonderliche Weise dem Angepaßtsein seiner Loyalität. Wo diese Loyalität unvereinbar mit dem Wesen des Menschen selbst ist, wie beispielsweise bei der Loyalität zur "Petit Burgeoisie" oder zu antikommunistischen Ideen, werden wir sehen, daß der Körper des Individuums seltsamerweise für Krankheit anfällig ist, und daher können wir Epidemien, Krankheiten, Massenneurosen, Tumulte und Verwirrungen der Vereinigten Staaten und anderer kapitalistischen Staaten sehr leicht verstehen. Hier ist der Arbeiter der falschen Seite treu und deswegen krank.

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Um ihn zu retten und ihn auf korrekte und saubere Weise größeren staatlichen Zielen unterzuordnen, ist es von überwältigender Notwendigkeit, ihm Loyalität zur richtigen Seite zu gewähren. Dadurch, daß seine Loyalität in die falsche Richtung gelenkt und sein Gehorsam auf feige Weise von Personen erzwungen wird, die seinem Allgemeinwohl entgegenwirken und dadurch, daß derartige Personen auch in einem kapitalistischen Land nicht zahlreich sind, ist das Ziel der Psychopolitik sehr leicht zu verstehen. Um dem Arbeiter in einer solchen Zwangslage zu helfen, muß man durch allgemeine Propaganda, durch seine eigene Kooperation und die Selbstgefälligkeit perverser Führer, das Übel bei der Wurzel packen. Des weiteren ist es nötig, die Ausbildungsschiene mit den Lehrsätzen und Prinzipien der Anpassung an die Umgebung zu durchsetzen, um so dem Arbeiter eine weniger verschrobene Führung, weniger hinterhältige Lehren und größere Kooperation mit den Ideen und Idealen des Kommunistischen Staates zuzusichern. Die Techniken der Psychopolitik dienen diesem Endziel.

 

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KAPITEL 3:
DER MENSCH ALS WIRTSCHAFTLICHER ORGANISMUS

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Der Mensch ist gewissen Wünschen und Bedürfnissen unterworfen, die seinem natürlichen Wesen entsprechen, wie das auch bei allen anderen Tieren der Fall ist. Der Mensch jedoch besitzt die Eigenart, einige davon über die Grenzen der Vernunft hinweg auszudehnen. Dies zeigt sich deutlich durch das wachsende Vorhandensein von Abendschulen, pseudointellektuellen Gruppen, der "Petit Burgeoisie", dem Kapitalismus und anderen Krankheiten.

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Es wird wahrheitsgemäß behauptet, daß sich das Leben des Menschen zu einem Zehntel politischen Dingen und zu neun Zehnteln wirtschaftlichen Dingen widmet. Ohne Essen, stirbt das Individuum. Ohne Kleider friert es. Ohne Häuser und Waffen wird es Opfer hungerleidender Wölfe. Der Erwerb von Dingen, die nötig sind, um die Bedürfnisse des Hungers, der Kälte und des Schutzes in Maßen zu befriedigen, ist das natürliche Recht jeden Mitglieds eines erleuchteten Staates. Die Entbehrung solcher Dinge bringt Unruhe und Angst mit sich. Das Vorhandensein von Luxusgütern und die künstliche Erschaffung und Anregung von Gelüsten, wie dies bei kapitalistischer Werbung geschieht, verstärken die weniger wünschenswerten menschlichen Eigenschaften.

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Dadurch bedingt, daß das Individuum eine bestimmte Menge Nahrung, Wasser und Wärme benötigt um zu überleben, ist es ein wirtschaftlicher Organismus. Wenn der Einzelne mehr Nahrung erhält, als er zu sich nehmen kann und mehr Kleidung erhält, als zu seinem Schutz nötig ist, verfällt er in eine gewisse Müßigkeit, die seine Sinne und sein Bewußtsein dämpft, was ihm in weniger vergifteten Staaten hätte erspart bleiben können. Hier haben wir eine Übersättigung, die eine Bedrohung für das Individuum darstellt. Dies verhält sich innerhalb einer Gruppe ebenso. Wo der Gruppe zuviel zur Verfügung steht, sinkt ihre Bewußtheit gegenüber den Kameraden und entsprechend gegenüber der Umgebung, und ihre allgemeine Effektivität ist dahin. Die Erhaltung des Gleichgewichts zwischen Übersättigung und Bedürfnis ist das eigentliche Aufgabengebiet der Wirtschaftswissenschaft, und es ist der dem kommunistischen Staat auf den Leib geschneiderte Fach- und Verantwortungsbereich. Wunsch und Bedürfnis sind Geisteszustände. Individuen können dazu erzogen werden, mehr zu wollen und zu wünschen, als sie jemals erlangen können, und solche Individuen sind unglücklich. Die Mehrzahl aller eigensinnigen Charakteristiken des Kapitalisten entspringen vollständig der Habgier. Der Kapitalist beutet den Arbeiter weit mehr aus, als er es für sich selbst benötigen würde. In einer Nation, in der das Wirtschaftsgleichgewicht nicht kontrolliert wird, wird das Verlangen des Individuums durch säuselnde und fantasievolle Überredungskünste übertrieben gesteigert, was eine bestimmte Art von Geisteskrankheit hervorbringt, wobei der Einzelne mehr besitzen möchte, als er gebrauchen kann - und dies sogar auf Kosten seiner Mitmenschen. Doch da gibt es auch noch die andere Seite. Zu große und dauerhafte Entbehrung kann krankhafte Wünsche hervorbringen, die, wenn sie nicht abgebaut werden, aus sich selbst heraus nach mehr verlangen, als dies jemand nutzen könnte.

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Armut selbst, wie sie im kapitalistischen Staat sorgfältig kultiviert wird, kann ungleiche Bereicherungsverhältnisse hervorrufen. Im selben Maße, wie ein Vakuum Masse anzieht, wird in einem Land, in welchem den Massen Entbehrung aufgezwungen wird, Bedürfnis zu Gier, und man kann in solchen Nationen mühelos entdecken, daß die Vielen zugunsten der Wenigen ausgebeutet werden.

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Vernichtete man mit psychopolitischen Techniken die ausschweifende Gier der wenigen Besitzenden, so würde es dem Arbeiter gestattet werden, nach einem natürlichen Gleichgewicht zu streben. Hier haben wir zwei Extreme (Entbehrung und Überfluß). Jedes davon ist gleichermaßen verrückt. Wollten wir Geisteskrankheit erzeugen, so bräuchten wir jemanden lediglich über einen alle Widerstandsfähigkeit überschreitenden Zeitraum hinweg zu übersättigen oder ihn einem Mangel auszusetzen, und schon hätten wir geistige Unausgewogenheit. Ein einfaches Beispiel dafür ist das ständige Wechseln von zu niederem und zu hohem Druck in einer abgeschlossenen Kammer. Der schnell wechselnde Druck erzeugt ein derartiges Chaos, daß der einzelne nicht mehr handeln kann und andere notgedrungen die Kontrolle ausüben müssen. Einen ganzen Staat betreffend muß man, durch welche Mittel auch immer, die Habgier vernichten und dann eine Art von halber Entbehrung innerhalb der Massen erzeugen und aufrechterhalten, um die Nation komplett zu kontrollieren und zu leiten. Eine dauerhafte Hoffnung auf Wohlstand muß - verbunden mit Träumen und Visionen von Überfluß und Bequemlichkeit - in die Massen eingeimpft werden, und diese Hoffnung muß gegen die tatsächlich vorhandene Entbehrung und die dauerhafte Bedrohung alle Wirtschaftsgüter zu verlieren, wenn man dem Staate gegenüber untreu ist, ausgespielt werden, so daß der individuelle Wille innerhalb der Massen unterdrückt wird.

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In einer Nation, die erobert wird, wie z.B. Amerika, muß sich unser langsamer und stetiger Einmarsch nur die einer kapitalistischen Nation innewohnenden Zyklen von wirtschaftlichem Auf- und Abschwung zunutze machen, um immer stärkere und noch stärkere Kontrolle über den individuellen Willen zu erlangen. Ein Aufschwung dient unseren Zielen in selbem Maße wie eine Flaute, da während einer Wohlstandsphase unsere Propaganda nur weiterhin aufzeigen muß, wie sehr dieser Wohlstand nur wenigen Auserwählten zufließt, was ausreicht, um ihre Kontrolle über den Staat zu zerstreuen. Während einer Flaute muß man lediglich darauf hinweisen, daß dies der Habgier der Wenigen sowie der generellen politischen Inkompetenz der Regierenden zuzuschreiben sei. Der Umgang mit Wirtschaftspropaganda fällt nicht wirklich in die Kompetenz des Psychopolitikers, er muß aber dennoch verstehen, wie Wirtschaftsvorgänge und kommunistische Ziele miteinander zusammenhängen.

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Die Massen müssen zumindest verstehen, daß nur eine übertrieben hohe Besteuerung der Reichen sie von der Bürde der "untätigen Klasse" befreien kann, und sie können auf diese Weise dazu gebracht werden, derartige Dinge wie z.B. die Einkommenssteuer zu akzeptieren - ein Marxsches Prinzip, das 1909 in den Vereinigten Staaten unbemerkt ins Kapitalistische Machwerk geschlüpft ist - und dies, obwohl das amerikanische Grundgesetz die Besteuerung des Einkommens verboten hatte, und dies, obwohl der Kommunismus erst seit wenigen Jahren in Amerika aktiv gewesen war. Ein derartiges Gesetz, wie das Einkommenssteuergesetz, hätte, wäre es konsequent weiterverfolgt worden, Amerika anstatt Rußland als erste kommunistische Nation auf die Weltbühne bringen können. Aber die Männlichkeit und Vernunft der russischen Völker hat gesiegt. Vor Mitte des Jahrhunderts werden die Vereinigten Staaten kaum vollständig kommunistisch werden, falls aber doch, dann wird dies unserem überlegenen Verständnis auf dem Gebiet der Wirtschaftswissenschaft und der Psychopolitik zuzuschreiben sein.

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Es ist die Aufgabe des wirtschaftlich geschulten Psychopolitikers, die Steuerbehörde und deren Personal dazu anzustiften, das größtmögliche Chaos zu erzeugen und unseren Zwecken dienende Gesetze durchzubringen, und wir müssen wirklich ihm diese Aufgabe überlassen.

Der psychopolitische Rädelsführer spielt eine komplett andere Rolle in diesem Schauspiel. Der Reiche, Finanzbegabte, der in Regierungsbelangen Wohlunterrichtete sind die speziellen individuellen Zielscheiben des Psychopolitikers. Es ist seine Aufgabe diejenigen Figuren vom Schachbrett zu schlagen, die den kommunistischen Programmen Einhalt gebieten oder diese verfälschen könnten. Daher muß jeder Wohlbetuchte, Staatsmann oder Profi in Regierungsfragen, als ins Vertrauen gezogener Verbündeter, als psychopolitischer Mitstreiter auf unsere Seite gebracht werden. Die Angehörigen solcher Personen sind oft durch Müßiggang und Überfluß verdorben, und dies muß ausgenutzt oder sogar erzeugt werden.

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Die als normal anzusehende Gesundheit und Lebendigkeit eines Sohnes aus reichem Hause muß verdreht, pervertiert, als Neurose deklariert und mit zeitweiser Unterstützung von Drogen oder Gewalt in Kriminalität oder Geisteskrankheit verwandelt werden. Dies bringt dann unmittelbar einen Fachmann der "geistigen Heilung" in intimen familiären Kontakt, und von diesem Punkt aus muß das Beste aus diesem Kontakt gemacht werden.

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Die Erreichung des Kommunismus wird dann perfekt vonstatten gehen, wenn an die Seite einer jeden einflußreichen oder wohlhabenden Person ein psychopolitischer Agent, eine über jeden Zweifel erhabene Autorität auf dem Gebiet der "geistigen Heilung", gesetzt werden könnte, der dann auf direkte Weise oder über das Medium der Ehefrau oder Tochter derart geartete Ratschläge einfließen lassen könnte, die in Richtlinien zur Erzeugung von größtmöglichem Wirtschaftsdurcheinander oder in der Verwirrung von Wirtschaftsrichtlinien resultieren würden, und der, wenn die Zeit gekommen ist, mit Wohlhabenden und Einflußreichen endgültig aufzuräumen, dem Betreffenden die richtige Droge oder "Behandlung" verabreichen könnte, um als Patient in einer Klinik seinen kompletten Verfall herbeizuführen bzw. seinen Tod durch Selbstmord. Der psychopolitische Agent kann, indem er neben jede einflußreiche Person eines Landes gesetzt wird, zur Durchsetzung von Gesetzgebung in unserem Sinne verwendet werden.

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Der Kapitalist kennt die Definition des Wortes Krieg nicht. Er denkt bei Krieg an einen Angriff, der von Maschinen und Soldaten mit Gewalt ausgeführt wird. Er weiß nicht, daß ein wirkungsvollerer, wenn auch längerer Krieg, mit Brot oder wie in unserem Fall, mit Drogen und der Weisheit unserer Kunst geführt werden kann. Der Kapitalist hat in Wahrheit niemals einen Krieg gewonnen. Der Psychopolitiker hat keinerlei Probleme damit, den derzeitigen zu gewinnen.

 

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KAPITEL 4:
STAATLICHE ZIELE FÜR INDIVIDUEN UND MASSEN

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In selbem Maße wie wir beobachten, daß ein Individuum krank wird, wenn dessen einzelne Organe jeweils von anderen Organen abweichende Zielrichtungen haben, können wir beobachten, daß Einzelwesen und der gesamte Staat erkranken, wo Ziele nicht glasklar formuliert und unerbittlich durchgesetzt werden. Da gab es jene, die in weniger aufgeklärten Zeiten der Menschheit den Floh ins Ohr setzten, daß Ziele persönlich ausgedacht und aufrechterhalten werden sollten, und daß tatsächlich der gesamte Impuls des Menschen nach Höherem vom Wunsch nach Freiheit herstammen würde. Wir müssen uns daran erinnern, daß es dieselben Leute waren, die auch einen Mythos vorangetragen haben, wonach der Mensch ein geistiges Wesen gewesen wäre.

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Alle Ziele entspringen Notwendigkeit. Das Leben ist ein ununterbrochenes Fliehen. Ohne Gewalt und Bedrohung kann es kein Streben nach oben geben. Ohne Schmerz kann es kein Sehnen frei von Schmerz zu sein geben. Ohne die Androhung von Bestrafung kann es keine Erleichterung geben. Ohne Zwang und Befehl kann es keine Gleichschaltung von Körperfunktionen geben. Ohne geradlinige und rigorose Kontrolle kann es keinerlei erreichte staatliche Ziele geben. Staatsziele müssen vom Staat formuliert werden, um den Gehorsam und das Zusammenspiel der Individuen innerhalb des Staates zu erreichen. Ein Staat ohne derartige Ziele ist krank. Ein Staat ohne die Macht und den aufrechten Wunsch, seine Ziele durchzusetzen, ist ebenfalls krank.

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Wenn innerhalb eines kommunistischen Staates ein Befehl herausgegeben und nicht befolgt wird, schleicht sich Krankheit ein. Wo Gehorsam fehlschlägt leiden die Massen. Damit staatliche Ziele erreicht werden, muß Loyalität und Gehorsam vorhanden sein. Wenn man merkt, daß ein Befehl interpretiert wird, dann wird man unausweichlich erkennen, daß es Einmischung von Eigenwillen, Habgier, Stolz, krassem Individualismus und selbstsüchtiger Initiative gegebenen haben muß. Die Unterbrechung eines Staatszieles wird auf eine Person zurückzuführen sein, deren Unloyalität und Ungehorsam das direkte Ergebnis des Umstandes ist, daß ihr gesamtes Leben nicht in Einklang steht. Es ist nicht immer nötig, das gesamte Individuum zu entfernen. Es ist möglich, seine eigenwilligen Tendenzen in ihm durch Ziele zum Vorteil aller zu ersetzen. Die Techniken der Psychopolitik umfassen eine große Bandbreite, die irgendwo oberhalb der Aktion beginnt, das Individuum aus der Gruppe zu entfernen und weiter oben dann Abhilfen für einen Mangel an Kooperation bereitstellt.

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Es genügt nicht, wenn ein Staat bloß Ziele hat. Diese Ziele hängen, wenn sie weiterverfolgt werden, von dem Gehorsam und der Loyalität der Arbeiter ab. Diese haben, da sie viel in harte Arbeit verwickelt sind, wenig Zeit für eigensinnige Spekulationen - was sehr gut ist. Aber darüber gibt es, unglücklicherweise, Vorarbeiter in der einen oder andere Position, wovon manch einer genügend Eitelkeit und Mangel an körperlicher Arbeit aufweisen könnte, die in seinem Betragen und Verhalten unzufriedene Unabhängigkeit verursachen könnten. Psychopolitik ist die Abhilfe für diese Neigung zur Unzuverlässigkeit, falls härtere Bandagen benötigt werden, als Überredungskünste des unmittelbaren Vorgesetzten der Zielperson.

 

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KAPITEL 5:
EINE ABHANDLUNG ÜBER LOYALITÄT

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Wenn Loyalität innerhalb der sozialen und wirtschaftlichen Struktur dermaßen wichtig ist, dann ist es nötig, sie als solche etwas genauer zu untersuchen. Im Bereich der Psychopolitik bedeutet Loyalität lediglich Gleichschaltung. Es bedeutet genauer gesagt die Gleichschaltung mit den Zielen des Staates. Unloyalität ist gleichbedeutend mit Nichtgleichgeschaltetsein und genauer gesagt, mit Nichtgleichgeschaltetsein mit den Zielen des Staates. Wenn wir bedenken, daß die Ziele des kommunistischen Staates die bestmöglichen Ziele zum größten Wohl der Massen sind, dann können wir sehen, daß der Begriff Unloyalität eine demokratische Einstellung mit einschließen kann. Treue zu nicht kommunistisch indoktrinierten Personen wäre einfach fehlgeleitete Treue. Die Abhilfe für Untreue liegt vollständig innerhalb der Prinzipien der Gleichschaltung. Alles was nötig ist, um Untreue zu beheben, wo sie einem begegnet, ist, die Absichten des Individuums mit den Zielen des Kommunismus gleichzuschalten, und man wird sehen, daß eine große Menge Umstände, die zuvor unangenehm waren, einfach verschwinden werden.

Wenn ein Herz oder eine Niere rebellieren, so sind sie gegenüber dem ganzen Körper unloyal. Um das Herz oder die Niere zu heilen, ist es tatsächlich nur nötig, deren Aktivitäten mit denen des restlichen Körpers in Einklang zu bringen. Die Techniken der Psychopolitik beweisen diese Tatsache hinreichend. Leichter Elektroschock kann und wird die Bereitschaft zur Zusammenarbeit eines rebellischen Organs wieder herstellen. Es sind Schockwirkung und Strapaze des chirurgischen Eingriffes, weniger der Eingriff als solcher, die die Wiedereingliederung einer unzuverlässigen Körperpartie bewirken. Mehr die Bombardierung mit Röntgenstrahlung, weniger der therapeutische Nutzen der Röntgenstrahlen selbst verursacht, daß irgendein unzuverlässiges Organ seine Aufmerksamkeit wieder der Unterstützung des Gesamtorganismusses zuwendet.

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Während noch nicht bestätigt ist, ob Elektroschock irgendeinen therapeutischen Nutzen hat, wenn es darum geht, ein Individuum gesünder zu machen, läßt sich jedoch hinreichend erkennen, daß dessen Bestrafungswert beim Patienten eine kooperativere Einstellung hervorbringt.

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Gehirnchirurgie kann nur dann empfohlen werden, wenn es darum geht, individuelle Persönlichkeit aus den Reihen derjenigen Organe zu entfernen, denen Kooperation ansonsten nicht möglich wäre. Es wurde nie behauptet, daß diese beiden russischen Entwicklungen die geistige Gesundheit verbessern würden. Sie funktionieren nur dann, wenn es darum geht, der Individualität eine hinreichende Bestrafungsmethode entgegenzusetzen, daß diese aufhört, die ihr innewohnenden ichbezogenen Tendenzen einzuschlagen. Es ist die Gewalt des E-Schocks und der Chirurgie, die nützlich ist, die widerspenstige Persönlichkeit zu unterwerfen, was übrigens die einzige Sache ist, die den Massen oder dem Staat im Wege steht. Es kann von Zeit zu Zeit beobachtet werden, daß das Entfernen von hinderlichen Persönlichkeiten mittels Schock und Chirurgie das erneute Wachstum und die Wiedereingliederung von Organen bewirkt, die zuvor - von dieser Person angestiftet - rebellierten. Durch den Umstand, daß ein Staat aus Organen und nicht aus Persönlichkeiten besteht, wird offensichtlich, daß Psychopolitik Elektroschock und Gehirnchirurgie verwenden muß.

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Das Verändern von Treueverhältnissen besteht zuallererst einmal daraus, bestehende Loyalitäten auszulöschen. Dies kann auf eine von zwei Arten geschehen: Erstens, indem man aufzeigt, daß bestehende Treueverhältnisse gefährliche Umstände mit sich brachten, wie z.B. Gefangennahme, Mangel an Anerkennung oder Entbehrung und zweitens, indem man die Persönlichkeit selbst auslöscht. Die erste Möglichkeit wird dadurch erreicht, daß man dem Individuum dauernd und fortwährend infiltriert, daß er seine Loyalität bisher Leuten geschenkt hat, die dies nicht verdienten. Eine der grundlegendsten Möglichkeiten, die sich einem hierfür bieten, ist, Umstände zu erschaffen, wie eine schroffe Ablehnung, die augenscheinlich von der Zielperson seiner Loyalität herstammt. Als Bestandteil dessen kann man eine bestimmte Geisteshaltung bei der Person erzeugen, indem man sie ungewöhnlichen Zwängen aussetzt und sie anschließend mit falschen Beweisen füttert, die aufzeigen, daß die Ursachen für die harten Umstände von der ehemaligen Zielperson herstammen. Teil derselben Methode ist es, die Person deren Loyalität geändert werden soll, bei der Zielperson der Loyalität so stark zu diffamieren, daß sie einen schlechten Ruf bekommt und von der Zielperson zurückgewiesen wird, was die Person überzeugt, daß sie ihre Loyalität an den Falschen verschwendet hat. Das sind die milderen Methoden, sie haben sich jedoch als äußerst wirksam erweisen. Das größte Manko dabei ist, daß sie Konzentration, das Fertigen falscher Beweise und die Zeit des Psychopolitikers in Anspruch nehmen.

In günstigen Momenten, wovon es viele gibt, kann die Person durch Schock, Chirurgie, Zwang, Entbehrung oder der besten psychopolitischen Technik, Einpflanzung (Neo-Hypnotismus) umgepolt werden. Derartige Aufzwingungsprozeduren müssen zuerst die Diffamierung der ursprünglichen Loyalität beinhalten und anschließend eine neue Loyalität einpflanzen. Ein guter und erfahrender Psychopolitiker, der unter bestmöglichen Umständen arbeitet, könnte mittels psychopolitischer Techniken die Loyalität des Individuums dermaßen geschickt ändern, daß dessen treueste Gefährten keinen Verdacht schöpfen würden. Dazu jedoch benötigt man wesentlich mehr Fingerspitzengefühl als gewöhnlich. Mit Massen-Neo-Hypnose kann ein erfahrener Psychopolitiker nahezu dieselben Ergebnisse erzielen. Ein Endziel einer derartigen Prozedur wäre die Veränderung der Loyalität einer gesamten Nation innerhalb kurzer Zeit durch Massenhypnose. Dieses Ergebnis wurde in den weniger brauchbaren Gebieten Rußlands bereits auf effektive Art und Weise erreicht.

PP1_056
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Es ist zweifelsfrei bewiesen, daß Loyalität in keinster Weise eine mystische Handelsware, eine sogenannte "geistige Qualität" ist. Loyalität ist uneingeschränkt eine bloße Sache der wirtschaftlichen und geistigen Abhängigkeit und kann selbst durch plumpste Einpflanzungen verändert werden. Beobachtungen von Fabrik- und Feldarbeitern ergaben, daß diese ihre Loyalität sorglos an Vorarbeiter(innen) hingeben und sie ebenso leicht wieder fallenlassen, sie jemand anderem zuwenden und damit jener Person entgegensetzen, der sie sie zuerst gewährten. Die von Ungewißheit gequälten Massen der kapitalistischen Welt sind an diesen Umstand eher gewohnt als ein erleuchteter Staat wie Rußland. In kapitalistischen Staaten sind Abhängigkeiten so krankhaft, Bedürfnisse und Entbehrungen so übersteigert, daß Loyalität einer jeglichen ethischen Grundlage entbehrt und nur noch auf der Ebene von Abhängigkeit, Zwang oder Forderung existiert.

Glücklicherweise nähert sich der Kommunismus wahrlich einem geistigen Optimalzustand, so daß die Veränderung von Loyalitäten mit einer gewissen Leichtigkeit vonstatten geht. Zudem ist jede momentane irdische Philosophie, verglichen mit dem Kommunismus, verdorben und degradiert. Aus diesem Grund wird der Psychopolitiker gewissenhaft seine Arbeit verrichten. Er ist sich der Tatsache bewußt, daß er die Loyalität eines Individuums mit Vernunft alleine auf ein besseres Niveau heben kann und nur in Ausnahmefällen zu den Notbehelfen der psychopolitischen Techniken greifen muß. Man muß natürlich sehen, daß jede Person, die nicht vernunftgemäß vom Kommunismus zu überzeugen ist, als geisteskrank betrachtet werden kann, weshalb es vollkommen gerechtfertigt ist, bei einem solchen Fall die Maßnahmen für Geisteskranke am Nichtkommunisten anzuwenden.

Um Loyalitäten verändern zu können, muß man zuerst feststellen, welche vorhanden sind. Die Aufgabe ist äußerst einfach, da weder faschistische, noch kapitalistische Staaten allzu große Sicherheitsmaßnahmen bezüglich der Loyalität ihrer Untergebenen eingerichtet haben. Es ist leicht festzustellen, daß die Treueverhältnisse unserer Subjekte - so nennen wir all diejenigen Personen, gegen die wir psychopolitische Aktionen durchführen - zu schwach sind, um einer Auslöschung zu bedürfen. Im allgemeinen ist es lediglich erforderlich, die Person mit der überwältigenden Vernunft des Kommunismus zu überreden, um ihre Treue gegenüber dem Staat versprochen zu bekommen. Jedoch sollte man, abhängig von der Wichtigkeit des jeweiligen Subjekts, nicht viel Zeit mit einem Individuum verschwenden. Wenn die Überredung durch Propaganda fehlschlägt, sollte man auf emotionalen Zwang, Schock und Gehirnchirurgie zurückgreifen.

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Wenn man es mit einer äußerst wichtigen Persönlichkeit (einem V.I.P.) zu tun hat, könnte es nötig werden, daß man die heikelsten psychopolitischen Techniken benutzen muß, die ohne Wissen des Betreffenden durchgeführt werden.

In einem solchen Falle wird eine simple Einpflanzung benutzt, mit einem Maximum an Zwang und Befehlsgewalt. Nur der geschulteste Psychiater darf ein solches Projekt leiten, da bei einer wichtigen Person ein stümperhaftes Pfuschen die betrügerische Manipulation dieses geistigen Prozesses aufdecken könnte. Viel eher wird empfohlen, wenn es den kleinsten Zweifel am Erfolg einer psychopolitischen Prozedur bei einem VIP gibt, als psychopolitische Zielscheibe den Verwandten des VIPs auszuwählen, mit dem der Betreffende emotional verbunden ist. Seine Frau und seine Kinder eignen sich normalerweise am besten dafür, und gegen diese kann hemmungslos vorgegangen werden.

Um die Loyalität einer wichtigen Person zu sichern, muß man ihr einen dauernden pro-kommunistischen Einflüsterer an die Seite stellen, der familiäre oder sexuelle Bande eingeht. Es ist nicht unbedingt nötig, aus der Frau oder einem Kind einen Kommunisten zu machen, es könnte sich jedoch als äußerst effizient herausstellen, dies doch zu tun. In den meisten Fällen jedoch erweist sich dies als nicht gangbar.

Mit verschiedenen Drogen ist es in dieser modernen Zeit und vor allem auf der Ebene psychopolitischer Realität spielerisch einfach, bei Frau und Kindern schwere Neurose oder Geisteskrankheit hervorzurufen und sie so mit vollem Einverständnis der wichtigen Person und der Regierung, für die sie arbeitet oder des Büros, für das sie tätig ist, in die Hände eines psychopolitischen Handwerkers zu spielen, der die Persönlichkeit des Angehörigen dann innerhalb seines eigenen Laboratoriums ohne Zurückhaltungen oder Angst vor Untersuchung oder Zensur mit Elektroschock, Chirurgie, sexuellem Vergehen, Drogen oder anderen wirkungsvollen Mitteln degradiert oder vollständig verändert, oder die Person zu einem willenlosen Sklaven machen wird, der auf Kommando oder Signal die außergewöhnlichsten Aktionen durchführen wird, wie beispielsweise die wichtige Person zu diskreditieren oder auf feinerem Niveau, Forderungen an die wichtige Person stellen wird, die natürlich Forderungen sind, die vom psychopolitischen Agenten eindiktiert wurden. Gewöhnlich, wenn die Partei kein besonderes Interesse an den Aktivitäten oder Entscheidungen der wichtigen Person hat, sondern lediglich wünscht, diese vom Spielfeld zu entfernen, muß ihm die Aufmerksamkeit des Psychopolitikers nicht so intensiv gewidmet werden. Es ist dann ausreichend, wenn die Person in die Hände eines Psychiaters gegeben wird, der unter Anleitung des Psychopolitikers die nötige Geistesstörung oder Verwirrung hervorbringen wird.

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Wenn die Loyalität eines Individuums nicht geändert werden kann und wo die Bedeutung, Meinung oder Aktivität des Individuums fest entschlossen psychopolitischen Zielen im Wege steht, ist es normalerweise die beste Lösung, mit welchen Mitteln auch immer, der Person eine kleine Neurose einzupflanzen, ihr eine "Krankheitsgeschichte" geistiger Unausgewogenheit zu verpassen und (a) dafür zu sorgen, daß sie sich dann ohne fremdes Zutun durch Selbstmord beseitigt oder (b) ihren Tod in solcher Art herbeizuführen, daß es wie Selbstmord aussieht. Psychopolitische Handwerksmeister haben derartige Situationen mit großem Geschick viele, viele tausend Male innerhalb und außerhalb Rußlands durchgeführt.

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Ein gültiges Prinzip der Psychopolitik lautet, daß die Person, die vernichtet werden soll, zunächst mit dem Stigma der Geisteskrankheit versehen sowie mit einem psychopolitischen Agenten oder jemandem, der von diesem geschult wurde - unter größtmöglichem Tumult und öffentlicher Beteiligung - in Kontakt gebracht werden muß. Das Stigma der Geisteskrankheit soll immer wie ein Damoklesschwert über dem Betreffenden hängen und dort bleiben, indem man ihn oder seine Verwandtschaft gelegentlich unvernünftige Handlungen vollführen läßt. Diese Handlungsweise ließe sich als die teilweise Zerstörung seiner Beziehungen bezeichnen, und falls dieser Vorgang bis zum bitteren Ende fortgeführt wird, kann die Löschung all seiner bisherigen Loyalitäten als abgeschlossen gelten, und mit dem Aufbau neuer Loyalität kann vorsichtig begonnen werden. Indem man dafür sorgt, daß die Ehefrau einer wichtigen politischen Persönlichkeit sich umbringt oder geisteskrank wird, ruft man eine ausreichende Vernichtung dessen, wozu er loyal ist, hervor, um seine Einstellung zu ändern. Dies konsequent fortgeführt oder durch psychopolitsche Einpflanzungen unterstützt, kann den Wiederaufbau seiner Loyalität - in bessere und angemessenere Richtung - einleiten.

Ein weiterer Grund dafür, daß psychopolitische Aktivität die Anpassung von Loyalität über den Umweg der Geisteskrankheit umfaßt, ist, daß Geisteskrankheit selbst ein verachteter und schändlicher Zustand ist, und daß alles, was damit zusammenhängt, nur flüchtig betrachtet wird. So kann der psychopolitische Agent, der in der Nähe einer geisteskranken Person arbeitet, alle Vorwürfe gegen ihn vom Tisch wischen, indem er auf das geistige Ungleichgewicht der Familie verweist. Dies ist in kapitalistischen Ländern überraschend effektiv, wo die Geisteskrankheit derart gefürchtet wird, daß niemand auf die Idee käme, das Umfeld des "Geisteskranken" in Augenschein zu nehmen. Psychopolitische Propaganda ist dauerhaft zu Gange, eine Aura von Geheimnissen um die Geisteskrankheit aufzubauen sowie die Schrecklichkeit und Hoffnungslosigkeit derselben zu betonen, um den Umstand zu rechtfertigen, daß keine wirklich therapeutischen Handlungen an den Geisteskranken vorgenommen werden.

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Speziell in kapitalistischen Staaten hat der Geisteskranke keine Rechte vor dem Gesetz. Kein Geisteskranker darf Eigentum besitzen. Kein Geisteskranker darf als Zeuge auftreten. So haben wir eine ausgezeichnete Straße, auf der wir unseren Zielen und unserer Bestimmung entgegenfahren können.

Alleine, indem man die Öffentlichkeit davon überzeugt, daß die geistige Gesundheit einer bestimmten Person in Frage steht, ist es möglich, sämtliche Ziele und Aktivitäten der betreffenden Person in Mißkredit zu bringen und auszulöschen. Indem man Geisteskrankheit bei einer Gruppe oder sogar der Regierung aufzeigt, ist es möglich, das Volk dazu zu bringen, diese abzuleugnen. Indem man der Bevölkerung die Geisteskrankheit immer vor Augen hält, vergrößert man die menschliche Reaktion darauf; und indem man diese Reaktion benutzt, um eine Auflehnung gegen den oder die Führer hervorzurufen, ist es möglich, jede Regierung oder jede anderweitige Bewegung zu stoppen. Es ist wichtig zu verstehen, daß das ganze Gebiet der Loyalität so einfach zu handhaben ist, wie es ist.

Mit die wichtigste und vorrangigste Mission des Psychopolitikers ist es, einen Angriff auf den Kommunismus zu einem Synonym für Geisteskrankheit zu machen. Innerhalb des paranoiden Spektrums sollte eine Definition für Geisteskrankheit lauten: "Ein Paranoider glaubt, er werde vom Kommunismus angegriffen." Auf diese Weise wird jemand, der den Kommunismus angreift, keine Unterstützung mehr erhalten. Anstatt nationale Führer hinzurichten, sollte deren Selbstmord unter solcherlei Begleitumständen arrangiert werden, daß dadurch die Führungsnachfolge in Frage gestellt wird. Auf diesem Wege können wir die gesamte Opposition gegen die Ausbreitung des Kommunismus in der Welt aussondern, die Bevölkerung, die sich uns führerlos widersetzt, zunichte machen und einen Zustand von Chaos herbeiführen, in den wir unsere klare und mächtige kommunistische Doktrin einführen können.

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Die Schlauheit unserer Angriffe in diesem Bereich der Psychopolitik muß sich am Verständnis des Laien, aber auch am Verständnis des gewöhnlich dummen Beamten orientieren. Und indem wir ausschließlich unter dem unangreifbaren Schutzschild der Autorität operieren - unter dauerhafter Wiederholung der Aussage, daß die Prinzipien der Geisteskrankheit viel zu verworren und komplex seien, um der Allgemeinheit zugänglich zu sein - kann eine komplette Eroberung ohne jeglichen Verdacht der Bevölkerung durchgeführt werden, bis sie eine vollendete Tatsache darstellt. Da Geisteskrankheit die maximale Divergenz zur Loyalität verkörpert, kann man verstehen, daß sie gleichzeitig die beste Waffe darstellt, um die Demontage der Loyalität gegenüber Führern und alten sozialen Ordnungen zu bewirken. Somit ist es von äußerster Wichtigkeit, daß psychopolitische Agenten in den zur Eroberung vorgesehenen Nationen das Gebiet der Heilkunst infiltrieren und von dort aus permanenten Druck auf die Bevölkerung und die Regierung ausüben, bis die vollständige Unterwerfung vollzogen ist. Dies ist Aufgabe und Ziel der Psychopolitik an sich.

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Bei der Neuordnung der Loyalität müssen wir den Oberbefehl über sämtliche moralische Werte innehaben. Beim Tier Mensch gilt die primäre Loyalität ihm selbst. Diese wird zerstört, indem man ihm seine Fehler aufzeigt, zeigt, daß er sich nicht erinnern kann, nicht selbst handeln oder sich selbst nicht trauen kann.

Die zweite Loyalität gilt seiner Familie, seinen Eltern, Brüdern und Schwestern. Diese wird zerstört, indem man die Familieneinheit wirtschaftlich von einander unabhängig macht, den Wert der Heirat herabsetzt, die Scheidung vereinfacht und die Kinder, wo immer möglich, durch den Staat großzieht.
Die nächste Loyalität gilt den Freunden sowie der unmittelbaren Umgebung und Nachbarschaft. Sie wird zerstört, indem man sein Vertrauen verringert und Gerüchte über ihn bei seinen sogenannten Freunden, bei der Stadt oder den Gemeindebehörden in Umlauf bringt.

Weitere Loyalität gilt dem Staat. Sie wird die alleinig verbleibende Loyalität sein, sobald der kommunistische Staat gegründet ist. Um die Loyalität gegenüber dem Staat zu zerstören, muß ein umfassendes Spektrum von Verboten für die Jugend erlassen und durchgesetzt werden, so daß sich diese nicht mehr als Mitglied des kapitalistischen Staates fühlen kann. Und, indem man ihr ein besseres Schicksal unter kommunistischer Herrschaft verspricht, gewinnt man ihre Loyalität für die kommunistische Bewegung. Indem man den einfachen Zugang zu Gerichten verwehrt, Propaganda zur Zerstörung der Häuslichkeit hervorbringt und unterstützt, eine kontinuierliche Jugendkriminalität hervorbringt und dem Staat alle möglichen Praktiken aufnötigt, um eine Trennung der Kinder von ihm zu erreichen, wird letztendlich das notwendige Chaos erzeugt.

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Unter der süßen Maske, das Kind zu schützen, sind rigorose Gesetze gegen Kinderarbeit das beste Mittel, dem Kind jegliche Rechte in der Gesellschaft zu verwehren. Indem man ihm versagt, etwas zu verdienen, es in unerwünschte Abhängigkeit von widerwilligen Eltern bringt und außerdem sicherstellt, daß die Eltern ganz und gar mit wirtschaftlichem Streß beschäftigt sind, kann man das Kind als Teenager in die Revolte treiben. Kriminalität wird daraus resultieren.

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Indem man verschiedenste Drogen leicht zugänglich macht, den Teenagern Alkohol gibt, indem man ihre Wildheit lobt, sie durch Sexliteratur stimuliert und sie mit Praktiken bekannt macht, wie sie in abartigen Sexheften gezeigt werden, kann der Psychopolitiker das nötige Chaos, den Müßiggang und die Wertlosigkeit erzeugen, in welche die Lösung, die den Teenagern überall völlige Freiheit gibt, eingebracht werden kann: Kommunismus.

Sollte es möglich sein, den Militärdienst über die notwendige Zeit hinaus auszudehnen, indem man für unpopuläre Kriege und andere Dinge wirbt, kann die Einberufung als weiteres Hindernis der jugendlichen Entwicklung im Leben gelten, welches jede unmittelbare Hoffnung am zivilen Leben der Nation teilzunehmen, zerstört.

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Mit diesen Mitteln kann der Patriotismus der Jugend für ihren kapitalistischen Staat bis zu einem Punkt abgestumpft werden, wo sie als Soldaten nicht mehr länger gefährlich sind. Während die Erreichung dessen viele Jahrzehnte in Anspruch nehmen kann, vermag sich die Kurzsichtigkeit des Kapitalismus nie vorzustellen, über welche Zeiträume hinweg wir planen.

Wenn wir den Nationalstolz und Patriotismus nur einer einzigen Generation effektiv zerstören könnten, hätten wir dieses Land gewonnen. Daher muß eine fortwährende Propaganda im Gange sein, die die Loyalität der Bevölkerung im allgemeinen und die der Jugendlichen im besonderen unterminiert. Die Rolle des psychopolitischen Agenten ist dabei elementar. Er kann aus seiner Position als Autorität des Verstandes alle Arten zerstörerischer Maßnahmen anweisen. Er kann Eltern beibringen, das Kind zu Hause nicht zu kontrollieren. Er kann optimalerweise die gesamte Bevölkerung instruieren, wie man Kinder behandelt und sie anweisen, daß die Kinder unkontrolliert, ohne wirkliches Zuhause und wild umherlaufen - ohne Verantwortung für ihre Nation oder sich selbst. Diese Abweichung der Loyalität der Jugend gegenüber einer kapitalistischen Nation, bietet den richtigen Einstieg für eine Umorientierung ihrer Loyalität zum Kommunismus. Indem man eine Gier nach Drogen, sexuelles Fehlverhalten und unkontrollierte Freiheit erzeugt, und ihnen diese als Verdienst des Kommunismus präsentiert, werden sie sich mit Freuden zu uns bekennen.

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Im Falle großer Führungspersönlichkeiten in Jugendgruppen, kann ein psychopolitischer Agent auf verschiedene Arten vorgehen, um sich diese Führerschaft zunutze zu machen oder sich ihrer zu entledigen. Falls er sie sich zunutze macht, muß der Charakter des betreffenden Knaben oder Mädchens vorsichtig in kriminelle Kanäle gelenkt werden, und die Kontrolle darüber muß durch Erpressung oder andere Methoden aufrecht erhalten werden. Aber wo die Führungsperson dafür nicht zugänglich ist, allen Unterwanderungsversuchen widersteht und unserer Sache gefährlich werden könnte, dürfen keine Mittel gescheut werden, die Aufmerksamkeit der Autoritäten auf diese Person zu lenken, und sie auf die eine oder andere Art zu sabotieren, bis sie in die Hände des Jugendrichters kommt. Wenn das erreicht ist, kann man sich ausmalen, daß ein psychopolitischer Agent (Psychiater) aufgrund des Status eines Jugendberaters, in der Sicherheit des Gefängnisses und unter dem Deckmantel der Gesetze, die geistige Gesundheit der Person zerstören kann. Speziell brillante Schüler, Athleten und Jugendführer müssen auf die eine von beiden Arten behandelt werden.

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Im Fall, daß der Psychopolitiker die Aktivitäten des Jugendgerichtes leitet, führt er eine seiner einfacheren Aufgaben aus. Ein kapitalistischer Staat steckt so voller Ungerechtigkeiten, daß es auf ein paar mehr nicht ankommt. In Jugendgerichten gibt es immer Leute mit abartigen Begierden, seien es Richter, Polizisten oder Frauen. Wenn diese nicht vorhanden sind, können sie geschaffen werden. Und indem man ihnen junge Mädchen oder Jungen in der "Sicherheit" des Gefängnisses oder Untersuchungsgefängnisses zugänglich macht und dort mit Fotoapparaten oder Zeugen erscheint, erhält man ein wirkungsvolles Druckmittel, um die zukünftigen Entscheidungen der entsprechenden Person, wenn nötig zu dirigieren.

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Die Handhabung durch Gerichte sollte immer weiter vom Gesetz weggeführt und die Betonung gleichzeitig immer stärker auf "geistige Probleme" gelenkt werden, bis die ganze Nation nur noch in Begriffen von "geistigen Problemen", anstatt von "Kriminellen" denkt. Das schafft überall Lücken - bei Gerichten, Ämtern, Staatsanwaltschaften und Polizeidienststellen - die dann mit einem psychopolitischen Geheimagenten (einem Psychiater) besetzt werden können, die durch ihren Einfluß quasi selbst zu den Richtern des Landes werden - und somit gelangt die gesamte Kontrolle aller Kriminellen in ihre Hände, ohne deren Hilfe keine Revolution durchgeführt werden kann.

Durch das Herausstellen Ihrer Autorität über die Probleme der Jugend und der Erwachsenen in den Gerichten, kann das Verlangen nach Psychiatern eines Tages so groß werden, daß sogar die Armee die "Autoritäten für den Verstand" benutzen wird, um ihre unterschiedlichen Gerichtsverfahren bearbeiten zu lassen; und wenn das geschieht, gerät das Militär so fest in unsere Hände, als würden wir es selbst befehligen. Durch den Vorsprung, in der Nähe sämtlichen, technischen Bedienungspersonals geheimer Kriegsmaschinen über einen ausgebildeten Spitzel zu verfügen, wird das Land im Falle einer Revolution - so wie in Deutschland 1918 und 1919 - von seiner eigenen Armee oder Seestreitmacht lahmgelegt und vollständig in die Hände der Kommunisten fallen.

Somit ist das Gebiet der Umorientierung von Loyalitäten tatsächlich das Gebiet der waffenlosen Eroberung des Feindes.

 

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KAPITEL 6:
ÜBER DEN GEHORSAM IM ALLGEMEINEN

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Gehorsam ist das Ergebnis von Gewalt. Wo immer wir in der Geschichte der Erde hinschauen, entdecken wir, daß dann gehorcht wurde, wenn die neuen Machthaber mehr Gewalt zur Schau trugen, als dies die alten Herrscher taten. Eine überwältigte Bevölkerung, die durch Krieg erobert wurde, ist den Eroberern gehorsam. Sie ist den Eroberern gegenüber deshalb gehorsam, weil diese mehr Gewalt an den Tag legten. Gewalt geht mit Brutalität einher. Die barbarischste, zügelloseste, brutalste Anwendung von Gewalt bewirkt Gehorsam, wenn sie lang genug beibehalten wird. Tierische Gewalt wird bei genügend langer Anwendung an einem Individuum eine Übereinstimmung mit jeglichem Prinzip oder jeglichem Befehl hervorbringen. Jeder Organisation, die den Verstand und den Mut hat, Grausamkeit, Brutalität und einen kompromißlosen Mangel an Menschenfreundlichkeit zur Schau zu stellen, wird Gehorsam erzielen. Ein derartiger Gebrauch von Gewalt ist in sich schon der essentielle Bestandteil von Größe und Großartigkeit. Wir können keine geringeren Beispiele als unsere großen kommunistischen Führer anführen, die in Zeiten von Zwang und Prüfungen im Angesicht der Zarenherrschaft über die Köpfe einer versklavten Bevölkerung hinweg weitermachten, stets genug Mut bewiesen und bei der Umwandlung des russischen Staates in ein kommunistisches Regime niemals die Hände in den Schoß legten.

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Wenn man Gehorsam will, darf man keinen Kompromiß mit Menschenfreundlichkeit eingehen. Wenn man Gehorsam will, dann muß ganz deutlich gemacht werden, daß es keine Gnade gibt. Der Mensch ist ein Tier. Letztendlich versteht er nur solche Dinge, die auch eine Bestie versteht. Ein Beispiel: Eine Person verweigert den Gehorsam und wird geschlagen. Ihre Gehorsamsverweigerung ist nun weniger lautstark. Sie wird wieder geschlagen und ihr Widerstand wird erneut vermindert. Nun wird sie wieder und wieder bearbeitet und geschlagen und schließlich wird ihr einziger Gedanke der unmittelbare und vorbehaltlose Gehorsam gegenüber der Person sein, von der die Gewalt ausging. Dieses Prinzip ist bewiesen. Es ist deshalb bewiesen, weil es der Hauptgrundsatz ist, den der Mensch, das Tier, seit den ersten Anfängen benutzte. Es ist der einzige Grundsatz, der erfolgreich war, der einzige Grundsatz, der einen breiten und anhaltenden Glauben herbeiführte. Denn es ist zu unserem Vorteil, daß eine Person, die wieder und wieder und wieder von einer bestimmten Quelle geschlagen wird, letztendlich wie hypnotisiert alles glaubt, was sie von dem Urheber der Schläge gesagt bekommt.

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Die Dummheit der westlichen Zivilisationen wird am besten daran aufgezeigt, daß geglaubt wird, Hypnose stünde im Zusammenhang mit dem Verstand, mit der Aufmerksamkeit und einem Wunsch nach Bewußtlosigkeit. Das stimmt nicht. Nur wenn eine Person geschlagen, bestraft und gnadenlos bearbeitet wurde, kann die Wirksamkeit von Hypnose bei ihr garantiert werden. Von westlichen Autoritäten auf dem Gebiet der Hypnose wird behauptet, daß nur 20% der Leute auf Hypnose ansprechen. Diese Aussage ist gänzlich unwahr. Mit genügend Bestrafung haben alle Menschen zu allen Zeiten und an jedem Ort auf Hypnose angesprochen. Anders ausgedrückt: Wenn Gewalt hinzukommt wird Hypnose generell wirksam. Wenn dabei Bewußtlosigkeit durch bloße Konzentration auf den Hypnotiseur nicht erreicht werden kann, kann sie mit Drogen, Schlägen, mit Elektroschock und anderen Methoden herbeigeführt werden. Und dort, wo Bewußtlosigkeit nicht in dem Maße herbeigeführt werden kann, um Einpflanzungen oder einen hypnotischen Befehl wirksam werden zu lassen, müssen nur die funktionierenden Teile des Gehirns des Menschentieres amputiert werden, um ihn null und nichtig zu machen, so daß er keine Bedrohung mehr darstellt. So stellen wir fest, daß Hypnose ganz und gar effektiv ist. Der Mechanismus der Hypnose zeigt deutlich, daß Menschen durch die Anwendung von Gewalt dazu gebracht werden können, an gewisse Zustände und sogar an ihre Umgebung oder an die Politik zu glauben.

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Somit ist es für einen Psychiater erforderlich, ein Experte in der Anwendung von Gewalt zu sein. So kann er stillschweigenden Gehorsam hervorrufen und zwar nicht nur beim Einzelnen in der Bevölkerung, sondern bei der gesamten Bevölkerung und ihrer Regierung.

Er muß nur selbst eine genügend gewalttätige Rolle annehmen, eine ausreichend unnachgiebige, unmenschliche Einstellung an den Tag legen, und man wird ihm gehorchen und Glauben schenken. Das Gebiet der Hypnose ist eine Sache des Glaubens. Zu welchem Glauben kann man die Leute bringen? Sie können dazu gebracht werden, alles zu glauben, wenn es ihnen mit ausreichender Gewalt und Brutalität beigebracht wird. Der Gehorsam einer Bevölkerung ist so gut, wie sie bereit ist zu glauben. Verachtenswerte Religionen, wie das Christentum, wußten das. Sie wußten, daß eine Bevölkerung durch die christlichen Trugbilder von Menschlichkeit und Gnade versklavt und somit besänftigt werden kann, wenn genügend Glauben erzeugt wird. Aber man muß nicht auf diesen Glaubensakt bauen, um einen breiten Glauben hervorzurufen. Man muß nur ausreichend Gewalt zeigen, genügend Unmenschlichkeit, genügend Brutalität und Roheit, um bedingungslosen Glauben und dadurch auch bedingungslosen Gehorsam zu schaffen. Da der Kommunismus eine Sache von Glauben ist, ist sein Studium ein Studium der Gewalt.

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Die ersten russischen Psychiater, die bei dieser Wissenschaft Pionierarbeit leisteten, verstanden genau, daß Hypnose durch heftige Furcht hervorgerufen wird. Sie entdeckten, daß sie auch durch emotionalen Schock und auch durch außerordentliche Entbehrungen, wie auch durch Hiebe und Drogen hervorgerufen werden kann. Um einen hohen Grad an Hypnosefähigkeit in einem Individuum, einer Gruppe oder einer Bevölkerung hervorzurufen, muß immer ein Element des Schreckens auf Seiten der Regierenden vorhandenen sein. Der Psychiater ist für diese Rolle sehr gut geeignet, denn seine Brutalitäten werden im Namen der Wissenschaft begangen und sind außerdem so unerklärlich komplex und liegen gänzlich außerhalb des menschlichen Verständnisses, daß der Psychiater, der genügend Schrecken auf die Bevölkerung ausübt, an sich schon bei vielen Menschen Geisteskrankheit hervorruft.

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Ein Psychiater kann unter dem Deckmantel der Autorität eine Propagandakampagne beginnen und auch weiterführen, die verschiedene "Behandlungen" für die Geisteskranken beschreibt. Er sollte jederzeit darauf bestehen, daß diese Behandlungen therapeutischer Natur und notwendig sind. Er kann in jedem seiner Artikel und in all seinen Büchern eine Vielzahl angeblicher Heilungen mit diesen Methoden anführen.

Aber diese sogenannten "Heilungen" müssen nicht wirklich eine Genesung hervorbringen. So lange der psychopolitische Agent oder seine Handlanger die einzigen Autoritäten im Gebiet geistiger Gesundheit und Verwirrtheit sind, wird ihr Wort über den therapeutischen Wert solcher Behandlungen als der Wahrheit letzter Schluß angesehen werden.

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Kein Laie würde es wagen, ein Urteil über den geistigen Zustand einer Person abzugeben, die der Psychiater bereits für geisteskrank erklärt hat. Die Person selbst ist nicht fähig, sich zu beschweren, und ihre Familie hat - wie später noch ausgeführt werden wird - durch die Geisteskrankheit in ihrer Mitte bereits einen schlechten Ruf. Es dürfen keine anderen Schiedspersonen über die Geisteskrankheit regieren, sonst könnte herauskommen, daß die als Behandlung ausgegebenen, barbarischen Methoden keinesfalls therapeutischer Natur sind. Ein psychopolitischer Agent hat keinerlei Interesse an therapeutischen Maßnahmen oder gar Heilung. Je mehr Geisteskranke es gibt, desto mehr Menschen gelangen in seinen Einflußbereich und desto größer werden seine Einrichtungen und Möglichkeiten. Da das Problem den Anschein erweckt, unkontrollierbare Ausmaße anzunehmen, kann er mehr und mehr unter Notstandsbedingungen agieren, was wiederum derartige Behandlungsmethoden wie Elektroschock, präfrontale Lobotomie, transorbitale Leukotomie und andere Operationen rechtfertigt, die in Rußland schon lange bei politischen Gefangenen vorgenommen werden.

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Es liegt im Interesse des psychopolitischen Psychiaters, daß die Möglichkeit, Geisteskranke zu heilen, ein für alle Mal für gesetzwidrig erklärt wird. Zur Sicherung des Gehorsams auf seiten der Bevölkerung muß ein bestimmtes Niveau an Brutalität um jeden Preis aufrechterhalten werden. Und indem genügend Brutalität bei Patienten zur Anwendung kommt, wird der größte Teil der Bevölkerung so gut wie alles glauben, was über die Patienten gesagt werden wird. Darüber hinaus muß der Psychopolitiker im gesamten Fachbereich des Verstandes absolut tonangebend sein, damit jeder Grundsatz, der auf dem Gebiet des Verstandes gelehrt wird, wie hypnotisiert übernommen wird. Da der psychopolitische Agent jeden Psychologiekurs in seinem Gebiet überwacht, kann er eine komplette Reform der Erziehungsprozesse künftiger Führern eines Landes erwirken, und sie so für den Kommunismus vorbereiten.

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Will man Gehorsam erzielen, muß einem Glauben geschenkt werden. Wird einem genügend Glauben geschenkt, dann wird einem fraglos gehorcht. Wenn der Psychopolitiker Glück hat und jemanden in seine Finger bekommt, der eng mit einem VIP zu tun hat, wird der Faktor des Gehorsams sehr wichtig. Eine gewisses Maß an Furcht oder Schrecken muß bei der behandelten Person erzeugt werden, damit sie die Befehle des Psychiaters vollständig und fraglos übernimmt, auf daß die Handlungen des VIPs beeinflußt werden können. Durch die Erreichung des Bewußtseinszustands bei einer Bevölkerung und ihren Anführern - nämlich, daß einem psychopolitischen Agenten jederzeit geglaubt werden muß - könnte schließlich sehr viel erreicht werden. Es ist sehr wohl denkbar, daß Psychiater in einem Land wie den USA die engsten Berater von Politikern werden und dann sogar Berater einer ganzen politischen Partei bei Wahlkampfmaßnahmen. Nur Weitblick zählt dabei. Glaube wird durch eine bestimmte Menge an Furcht und Schrecken auf autoritärer Ebene erzeugt und darauf folgt Gehorsam.

Die allgemeine Propaganda, die der Psychopolitik am dienlichsten wäre, läge in einer fortdauernden Beteuerung, daß bestimmte Autoritäten auf dem Gebiet der Heilung, dieses oder jenes für die richtige Behandlung der Geisteskrankheit halten. Diese Behandlungen müssen immer ein gewisses Maß an Grausamkeit beinhalten. Die Propaganda sollte dahingehend weitergeführt werden, den Zuwachs der Geisteskrankheit in einem Land zu betonen. Dann kann schließlich die gesamte Bandbreite menschlichen Verhaltens (zum Nutzen des Landes) in abnormales Verhalten umdefiniert werden, auf daß jeder, der eine Besonderheit aufweist (insbesondere die Überspanntheit, die Psychopolitik zu bekämpfen), zum Stillschweigen gebracht werden kann, weil der psychopolitische Agent die Meinung vertritt, er verhalte sich abnormal. Dies wird dann den Betreffenden mit etwas Glück in die Hände des Psychiaters spielen, damit dieser ihn für immer unschädlich machen oder ihn mit Schmerz-Drogen-Hypnose ins andere Lager bringen kann.

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Auf dem Gebiet des Gehorsams selbst ist der beste Gehorsam derjenige, der nicht überlegt. Dem gegebenen Befehl muß ohne Überlegung gehorcht werden. Der Befehl muß deshalb tiefer als die Gedankenprozesse der zu beeinflussenden Person implantiert werden, und muß auf diese so einwirken, daß sie keinen verstandesmäßigen Verdacht schöpfen kann.

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Es liegt im Interesse der Psychopolitik, daß dem Volk suggeriert wird, daß jemand, der hypnotosiert wurde, nicht gegen seinen Willen handeln, daß er keine unmoralischen Taten vollbringen und sich nicht selbst in Gefahr bringen wird. Während dies zwar für leichte Gesprächshypnose stimmt, trifft es ganz sicher nicht für Befehle zu, die unter Elektroschock- und Drogeneinwirkung bzw. schwerer Bestrafung eingepflanzt wurden. Es muß absolut gewährleistet sein, daß dies von psychopolitischen Agenten abgestritten wird, denn sollte allgemein bekannt werden, daß Personen unter Einfluß tiefehypnotischer Befehle, Anweisungen gehorchen, die für sie schädlich sind und sie zu unmoralischen Handlungen bewegen, würden die Taten vieler, die unwissentlich für die Psychopolitik arbeiten, nur allzu gut verstanden werden. Es sollte der Eindruck entstehen, daß Menschen unter tiefenhypnotischer Befehlsgewalt aus eigenem Antrieb und aus eigener Überzeugung heraus handeln.

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Das ganze Gebiet psychopolitischer Hypnose, und der Psychopolitik im allgemeinen, hängt zum eigenen Schutz von dem andauernden Protest seitens autoritärer Kreise ab, daß diese Dinge gar nicht möglich sind. Und sollte irgend jemand einen Psychiater entlarven, muß dieser sofort erklären, daß die ganze Sache aus wissenschaftlicher Sicht unmöglich sei und seine autoritäre Stellung dazu benutzen, alle Anschuldigungen abzuwehren.

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Sollten je irgendwelche psychopolitischen Schriften ans Licht kommen (wie z.B. diese, Anm. des Übersetzers), muß man sie nur als Fälschungen darstellen und sie durch Lächerlichkeit unschädlich machen. Auf diese Weise können psychopolitische Aktivitäten leicht geschützt werden.

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Wenn psychopolitische Aktivitäten einen bestimmten Höhepunkt erreicht haben, wird es von da an fast unmöglich sein, sie wieder rückgängig zu machen, denn die Bevölkerung steht dann bereits unter Gehorsamsdruck gegenüber den psychopolitischen Agenten und seinen Handlangern. Das Element Gehorsam ist wichtig, denn der uneingeschränkte Glaube an den psychopolitischen Agenten macht seine Aussage unwiderlegbar und jegliche Anfeindung der psychopolitischen Operation null und nichtig.

Am besten wäre es, jede Position innezuhaben, an die sich Beamte mit ihren aufkommenden Fragen oder ihrem Verdacht zum Thema Psychopolitik wenden würden. Deshalb sollte sich ein psychiatrischer Berater in der Nähe jeder wichtigen Regierungsstelle befinden. Da alle Verdachtsmomente dann über ihn liefen, würden niemals Aktionen unternommen, und die Ziele des Kommunismus könnten in dieser Nation verwirklicht werden. Die Psychopolitik hängt, vom Standpunkt des Nichtfachmannes aus, von ihren unbegreiflichen Aspekten ab. Diese sind ihr bester Schutz, aber über aller Verteidigung steht der bedingungslose Gehorsam von Seiten der Beamten und der Bevölkerung im allgemeinen, und zwar aufgrund der Position, die der Psychiater auf dem Gebiet der Heilung innehat.

 

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KAPITEL 7:
DER REIZ-REAKTIONS-MECHANISMUS BEIM MENSCHEN

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Der Mensch ist ein Reiz-Reaktions-Tier. Seine kompletten Verstandesmöglichkeiten, sogar seine Ethik und seine Moral, beruhen auf einer Reiz-Reaktions-Maschinerie. Dies wurde vor langem von Russen wie Pavlov bewiesen, und die Prinzipien haben sich bei der Behandlung von Widerspenstigen, von Kindern und bei der Erzeugung von optimalem Verhalten bei der Bevölkerung bewährt. Da der Mensch keinen eigenen Willen besitzt, kann er leicht durch den Reiz-Reaktions-Mechanismus kontrolliert werden. Es genügt, einen Befehl mit einem schmerzhaften Geschehnis in die geistige Anatomie des Menschen einzubauen, und ein späterer Reiz wird bei Aufruf durch eine äußere Befehlsquelle jederzeit die gewünschte Reaktion in Gang setzen.

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Der Mechanismus der Reiz-Reaktion ist leicht zu verstehen. Der Körper kopiert Bilder jeder Aktivität in der Umgebung des Individuums. Wenn diese Umgebung Brutalität, Schrecken, Schläge und andere derartige Dinge beinhaltet, prägen sich alle diese Bestandteile der Umwelt im geistigen Eindrucksbild mit ein. Wenn das Individuum selbst während eines solchen Moments verletzt wurde, dann wird die Verletzung als solche wieder aufleben und in Erscheinung treten, wenn die äußere Befehlsquelle sie anknipst. Wenn jemand beispielsweise geschlagen wird und dabei fortwährend gesagt bekommt, daß er bestimmten Beamten gehorchen muß, wird er im selben Moment anfangen, den Schmerz erneut zu fühlen, wo er beginnt, ungehorsam zu sein. Der eingepflanzte Schmerz wird sich wie ein Polizist verhalten, denn die Erfahrung des Individuums lehrt ihn, daß er bestimmte Beamte nicht ohne Schmerz bekämpfen kann.

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Wie anhand von Hypnose leicht aufgezeigt werden kann, lassen sich ganze Befehlsketten für komplizierteste Handlungsabfolgen in den Verstand hineinprügeln, die dann dort ruhen, bis sie durch etwas wachgerufen werden, das eine gewisse Ähnlichkeit zu den Umständen aufweist, welche im Augenblick der Schmerz- und Befehlseinpflanzung bestanden.

Ein kleiner Teil des ursprünglichen Geschehnisses genügt bereits als Reiz zur Reaktivierung. Das geistige Eindrucksbild wird sodann samt dem dazugehörigen Befehl oder Schmerz erneut wachgerufen. Solange das Individuum dem eingepflanzten Befehl Folge leistet, ist es frei von Schmerzen.

Das Verhalten von Kindern wird auf diese Weise in jedem zivilisierten Land reguliert. Der Vater wird, um beim Kind sofortigen Gehorsam zu erreichen, bei mehreren Gelegenheiten körperliche Gewalt anwenden. Und nachdem er mehrere Male physische Strafe beim Kind angewendet hat, sieht er mit Genugtuung, daß das Kind ihm jedesmal, wenn er spricht, absolut gehorcht. Da aber Eltern mit ihren Kindern nachsichtig zu sein pflegen, bestrafen sie nur selten ausreichend genug, um wirklich optimalen Gehorsam zu erzeugen. Die Fähigkeit des Organismus, Strafe zu widerstehen ist sehr groß. Totale und bedingungslose Reaktion kann nur mit genügend brutalem Schmerz erreicht werden, der den Organismus tatsächlich verletzt.

Die Methode der Kossacken, ein wildes Pferd abzurichten, gibt ein nützliches Beispiel. Das Pferd wird sich nicht selbst zügeln oder irgendeinen Befehl des Reiters befolgen. Der Reiter, der es abrichten möchte, besteigt es, nimmt eine Flasche Wodka und zerschlägt diese zwischen den Ohren des Tieres. Das Pferd, auf seine Knie gezwungen, mit Alkohol in den Augen, den es fälschlicherweise für Blut hält, richtet seine Aufmerksamkeit sofort und weiterhin auf den Reiter und muß nie mehr abgerichtet werden. Schwierigkeiten bei der Abrichtung von Pferden gibt es nur dann, wenn nur leichte Bestrafung benutzt wird. Es gibt rührselige Sentimentalität bezüglich "den Willen brechen", aber was hier gebraucht wird, ist ein gehorsames Pferd und ausreichende Brutalität schafft ein gehorsames Pferd.

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Der Reiz-Reaktions-Mechanismus ist so geartet, daß sowohl ein erneuter ähnlicher Schmerz den Befehl, als auch die Mißachtung des Befehls den ursprünglichen Schmerz in Gang setzen kann. Das geistige Eindrucksbild der Bestrafung wird auf die Person einwirken, wenn der Sinn des Befehls mißachtet wird. Es bedarf nur ein hinreichenden Reizes, um die entsprechende Reaktion auszulösen. Deshalb haben wir hiermit einen ausgezeichneten Sachverhalt und eines der grundlegenden Prinzipien der Psychopolitik. Der Befehl selbst braucht nur ein einziges Mal unter ausreichender Schmerzeinwirkung gegeben und später nie mehr wiederholt zu werden; und selbst, wenn der Betreffende Tausende von Meilen vom psychopolitischen Agenten entfernt wäre, würde er ihm trotzdem gehorchen, bzw. bei Nichtgehorsam sehr krank werden und Höllenqualen erleiden. Diese Prinzipien entstanden in den frühen Tagen von Pavlov und haben nun eine breite Anwendung bei unserer Eroberung gewonnen. Weniger gut unterrichtete Länder der Erde, die diesen Mechanismus nicht kennen oder ihn in Abrede stellen, können es nicht verhindern, ihm zu unterliegen.

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Der Körper ist in geringerem Maße fähig, einer Einpflanzung zu widerstehen, wenn er unterernährt und müde ist. Deshalb ist es auch wichtig, dem Individuum all diese Befehle nur dann einzupflanzen, wenn seine Widerstandsfähigkeit durch Entbehrung und Überanstrengung vermindert ist. Mehrtägiger Nahrungs- und Schlafentzug schafft die besten Bedingungen dafür. Wenn jemand einen Elektroschock erhält und ihm währenddessen gesagt wird, daß er gehorchen und bestimmte Dinge tun muß, dann hat er keine andere Wahl, als dies tatsächlich zu tun, oder er muß den Elektroschock aufgrund der geistigen Eindrucksbilder wiedererleben. Dieser hochwissenschaftliche und ausgezeichnet funktionierende Mechanismus kann in der Praxis der Psychopolitik nicht überbetont werden.

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Drogen bewirken eine künstliche Entkräftung. Eine sichere Methode, jemandes Loyalität umzupolen, besteht darin, ihn unter Drogen zu setzen, E-Schocks zu verabreichen oder ihn zu schlagen, und ihm dann eine Serie von Befehlen einzugeben. Dieses Verfahren nennt man P.D.H. (Pain-Drug-Hypnosis), also Schmerz-Drogen-Hypnose. Der Psychiater/Psychopolitiker sollte in seiner Ausbildung gründliche Untersuchungen auf dem Gebiet von Hypnose und nachhypnotischen Beeinflussungen machen. Er sollte seine besondere Aufmerksamkeit auf den Vergesser-Mechanismus legen. Der Psychopolitiker sollte dies an Kriminellen, Gefangenen oder Anstaltsinsassen, die ihm zur Verfügung stehen, üben. Durch viel Übung kann er dann die notwendige Dosis der verschiedenen Drogen und die Menge von Zwang in Form von Elektroschock oder zusätzlichem Drogenschock herausfinden, die notwendig ist, um optimale Befolgung der Befehle herbeizuführen. Er sollte sicherstellen, daß niemandem eine mögliche Methode bekannt ist, nach der einem Patienten bewußt werden könnte, was mit ihm gemacht wurde, sondern daß er in einem Zustand von Gehorsam und Reaktion gehalten wird, ohne daß er die Ursache kennt.

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Der Psychopolitiker sollte im Rahmen seiner Ausbildung Versuche an Gefangenen durchführen, wo er dieselben Befehle wie bei der Hypnose verwendet, aber die Einpflanzung unter Verzicht auf Hypnose vornimmt, und statt dessen nur Zwang, Elektroschock, Schläge und furchteinflößende Praktiken verwendet. Er sollte dann das Verhalten der Person beobachten, wenn sie nicht länger unter Zwang steht und sich sorgfältig jene Kandidaten notieren, die eine Neigung zum Protest hegen, damit er mögliche Hinweise auf eine wiederkehrende Erinnerung an die eingepflanzten Befehlen erkennen kann. Ausschließlich zum eigenen Schutz sollte er sich dann von der Nützlichkeit der Gehirnchirurgie überzeugen und einen nicht auf Hypnose ansprechenden Gefangenen damit verstümmeln.

Die Kühnheit eines Psychopolitikers kann merkbar erhöht werden, wenn er sieht, wie eine einst rebellische und dann mit Schmerz-Drogen-Hypnose behandelte Person in der Gesellschaft durch das Etikett der "Geisteskrankheit" in Mißkredit gerät und wie leicht sich ihre Aussagen dadurch abwerten lassen.

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Übungen, Anfälle von Geisteskrankheit willentlich herbeizuführen (durch bloßes Aufzeigen des Signals gegenüber Leuten, denen Schmerz-Drogen-Hypnose gegeben wurde) und Übungen, Anfälle herbeizuführen, indem man zu bestimmten Personen an bestimmten Orten und zu bestimmten Zeiten spricht, sollten ebenso durchgeführt werden.

Auch Gehirnchirurgie, wie sie in Rußland entwickelt wurde, sollte vom Psychopolitiker in seiner Ausbildung angewendet werden, damit er volles Vertrauen hinsichtlich der folgenden Bereiche gewinnt:

  1. die Grobheit, mit der sie durchgeführt werden kann,
  2. die Sicherheit, mit der dabei der Reiz-Reaktions-Mechanismus an sich ausgelöscht werden kann,
  3. die Erzeugung von Schwachsinn, Idiotie und Mangel an Koordinationsfähigkeit beim Patienten und
  4. die geringe Beachtung, die Sterbefälle nach Gehirnchirurgie erfahren.

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Übungen in sexuellen Übergriffen sollten vom psychopolitischen Agenten durchgeführt werden, um die Unfähigkeit des Patienten, sich in Schmerz-Drogen-Hypnose an den Vorfall zu erinnern, unter Beweis zu stellen und gleichzeitig auch beim Patienten eine Wollust für weitere sexuellen Aktivitäten zu wecken. Sex ist bei allen Tieren ein machtvoller Antrieb und dies gilt auch für das Tier, genannt Mensch. Daher muß die Herstellung einer sexuellen Bindung zwischen weiblichen Mitgliedern einer Zielfamilie und bestimmten Männern, die unter der Kontrolle des psychopolitischen Agenten stehen, als möglich und für den psychopolitischen Agenten als zwingend erforderlich erkannt werden. Damit gelangt ein ausgezeichnetes Werkzeug in seine Hände, um die Verbindungen in Familien auseinanderzubrechen und somit öffentliche Schande über die psychopolitische Zielgruppe zu bringen.

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Ebenso wie ein Hund dressiert werden kann, kann auch der Mensch dressiert werden. Genauso wie ein Pferd dressiert werden kann, kann auch der Mensch dressiert werden. Sexuelle Wollust, Masochismus und alle anderen wünschenswerten Perversionen können mit Schmerz-Drogen-Hypnose zum Wohl der Psychopolitik verursacht werden. Änderungen der Loyalität und der Parteiangehörigkeiten können mit der psychopolitischen Technologie leicht bewirkt werden, und dies sollte vom Psychiater durchgeführt und verstanden werden, ehe er beginnt, an größeren Zielgruppen herumzubasteln.

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Die Einfachheit von Schmerz-Drogen-Hypnose, Elektroschock, Drogen, Geisteskrankheit verursachenden Injektionen und anderen Mitteln sollte durch komplizierte technische Nomenklatur, durch die Beteuerung der Vorzüge für den Patienten, durch eine autoritäre Haltung und durch die sehr gezielte Besetzung von Regierungsstellen in dem zu erobernden Land gänzlich verborgen werden.

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Obwohl der psychopolitische Agent, der an Universitäten arbeitet und dort die Lehrpläne des Psychologieunterrichts bestimmen kann, oft dazu verleitet wird, den dafür empfänglichen Studenten in den Psychologiekursen einige der psychopolitischen Grundsätze zu lehren, muß es ihm jedoch gründlich untersagt werden, dies zu tun, und er muß seine Informationen in den Psychologie-Kursen auf die Vermittlung von kommunistischen Grundsätzen in psychologischer Verpackung beschränken.

Seine Aktivitäten muß er darauf limitieren, bei den Studenten einen Bewußtseinszustand herzustellen, wo sie kommunistisches Gedankengut in ihre eigenen Handlungen einfließen lassen, und es für moderne wissenschaftliche Prinzipien halten. Der Psychiater darf den Studenten den Reiz-Reaktions-Mechanismus niemals vollständig beibringen und darf sie nicht (außer es handelt sich dabei um künftige Mitarbeiter) in die Prinzipien der Psychopolitik einweihen. Dies ist erstens nicht notwendig und zweitens gefährlich.

 

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KAPITEL 8:
ERNIEDRIGUNG

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Erniedrigung und Eroberung sind Weggefährten. Wird eine Nation erobert, so wird sie immer auch erniedrigt, entweder durch die Kriegshandlungen selbst, durch Unterjochung, Zwang in demütigende Friedensabkommen oder durch die Mißhandlung der Bevölkerung seitens der Eroberungsarmee. Erniedrigung kann jedoch viel heimtückischer und wirkungsvoller durch dauernde und anhaltende Verleumdung erreicht werden. Verleumdung ist die erste und beste Waffe der allgemeinen Psychopolitik. Dauernde und anhaltende Erniedrigung der Führer eines Volkes, der Staatsinstitutionen, der nationalen Gepflogenheiten und Nationalhelden muß systematisch ausgeführt werden. Der Psychopolitiker wendet Diffamierung, Verleumdung und Erniedrigung auf den Menschen als solchen an. Indem er den Charakter und die Moral des Menschen selbst angreift, dadurch, daß er die Jugend verdirbt und eine allgemein verminderte Stimmungsebene herbeiführt, kann die Herrschaft über die Bevölkerung in erheblichem Maße gefördert werden. Es gibt eine Kurve der Erniedrigung, die nach unten zu einem Punkt führt, an dem jemand fast am Ende ist, und wo ihn jede unvermittelte Aktion in seine Richtung in einen Schockzustand versetzen wird.

Beispielsweise kann ein gefangener Soldat mißbraucht, Entbehrungen ausgesetzt, diffamiert und erniedrigt werden, bis er bei der kleinsten Bewegung seines Peinigers zusammenzuckt. Ebenso wird der geringste Laut seines Überwältigers ihn zum Gehorsam bringen oder ihn seine Verbindungen oder Glaubensinhalte abändern lassen. Bei ausreichender Degradierung kann ein Gefangener zum Mord an seinen Landsleuten im selben Gefangenenlager angestiftet werden. Versuche an deutschen Gefangenen haben demonstriert, daß bei einem Gefangenen schon nach 70 Tagen bei schweinischem Essen, wenig Schlaf und fast unbewohnbarer Behausung die kleinste Bewegung in seine Richtung einen Schockzustand jenseits seines Durchhaltevermögens bewirkte und ihn wie hypnotisiert alles aufnehmen ließ. Dies ermöglicht in einem ganzen Gefangenenlager einen Zustand von kriecherischem Gehorsam herzustellen. Dabei entfällt die Arbeit, jeden einzeln anzugehen, die Treueverbindungen zu pervertieren und die nötigen Befehle zu implantieren, die ihr künftiges Verhalten sogar dann sicherstellen werden, wenn sie wieder zu ihren eigenen Leuten entlassen werden. Durch Verminderung der Durchhaltefähigkeit einer Person, einer Gruppe oder einer Nation sowie durch anhaltende Erniedrigung und Verleumdung läßt sich ein Schockzustand jener Art herbeiführen, wo sämtliche Befehle ordnungsgemäße Wirkung zeigen.

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Die erste Sache, die es innerhalb einer Nation zu erniedrigen gilt, ist der Mensch an sich. Nationen, die ein hohes sittlich-moralisches Niveau aufweisen, sind schwer zu erobern. Ihre Treue ist schwer zu erschüttern, ihre Verbindung zu ihren Führern ist fanatisch, und was sie normalerweise ihre geistige Integrität nennen, kann nicht durch Freiheitsberaubung gebrochen werden. Es ist nicht erfolgreich, eine Nation in diesem Geisteszustand anzugreifen. Es ist das grundlegende Ziel der Psychopolitik, den Geisteszustand zu einem Punkt abzusenken, an dem Befehligung und Versklavung stattfinden kann. Deshalb ist der erste Angriffspunkt der Mensch selbst. Er muß von einem geistigen Wesen zu einem tierischen Reaktionsmuster erniedrigt werden. Er muß sich selbst als Tier verstehen, das nur zu tierischen Reaktionen fähig ist. Er darf sich oder seinen Kameraden keinerlei Standfestigkeit und Edelmut zutrauen. Die beste Methode zur Erniedrigung im ersten Stadium ist die Propaganda der wissenschaftlichen Annäherung an den Menschen.

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Der Mensch muß dauernd als Mechanismus ohne Individualität hingestellt werden, und es muß in eine angegriffene Bevölkerung eingeimpft werden, daß individuelle Reaktionen eine Folge geistiger Verwirrung sind. Die Bevölkerung muß zu dem Glauben gebracht werden, daß jedes Individuum, das in irgendeiner Weise oder Form und zu irgendeinen Ausmaß gegen die Bemühungen und Aktivitäten, alles zu versklaven, rebelliert, als verwirrte Person eingestuft werden muß, deren neurotische oder geisteskranke Überspanntheit der sofortigen Behandlung eines Psychopolitikers bedarf.

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Ein Optimalzustand bei einem derartigen Erniedrigungsprogramm wäre es, sich an die militärischen Mächte einer Nation zu wenden und sie schnell von jedem anderen Glauben wegzubringen als dem, daß Ungehorsam "geistiger Behandlung" unterzogen werden muß. Eine Versklavung der Bevölkerung kann nur dort fehlschlagen, wo diese aufrührerischen Individuen ihren individuellen Einfluß auf ihre Mitbürger ausüben und sie zur Rebellion anstiften können, indem sie ihnen ihren Edelmut und ihre Freiheiten vor Augen führen. Falls diese unruhigen Individuen nicht ausgerottet werden und schon früh während der Eroberung in die Hände von Psychiatern gelangen, wird es nur Schwierigkeiten bei der fortgesetzten Eroberung geben. Die Funktionäre in den Regierungen, Studenten, belesene Menschen, Kulturteilnehmer: Sie alle müssen - durch welche Mittel auch immer - in den absoluten Glauben indoktriniert werden, daß die Unruhigen, die Strebsamen und die natürlichen Führer an Anpassungsschwierigkeiten an die Umgebung leiden, die nur durch die Hilfe psychopolitischer Agenten in der Verkleidung von geistigen Heilern behoben werden können. Da so der Glaube an den Menschen allgemein erschüttert wird, sollte es mit Hilfe der ökonomischen Speerspitzen, die in das Land hineingetrieben werden, ziemlich einfach sein, die Bürger voneinander zu entfremden, daß dadurch die Frage nach der Weisheit der eigenen Regierung aufkommt, was sie dazu bringen wird, selbst aktiv um Versklavung zu betteln.

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Das Erziehungsprogramm der Psychopolitik muß unbedingt auf der Ebene der Jugend ansetzen (die ja die späteren Führer des Landes stellen wird) und sie in den Glauben der tierischen Natur des Menschen hineinerziehen.

Dies muß modern werden. Sie müssen dazu erzogen werden, über Ideen persönlicher Strebsamkeit die Nase zu rümpfen. Vor allem muß ihnen beigebracht werden, daß die Rettung des Menschen nur durch äußerst gründliche Anpassung an seine Umgebung erreicht werden kann. Dieses Erziehungsprogramm der Psychopolitik wird sichergestellt, indem das Studium spezieller Fächer, wie z.B. Psychologie vorgeschrieben wird, wobei gewährleistet sein muß, daß jedwedes psychopolitische Ausbildungsprogramm unter Überwachung eines Psychiaters stattfindet, der geschulter psychopolitischer Agent ist. Da in ausländischen Nationen offensichtlich die Kirche den erheblichsten Einfluß ausübt, muß jedweder Zweig und jede Aktivität sämtlicher Kirchen auf die eine oder andere Weise in Mißkredit gebracht werden.

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Religion muß aus der Mode kommen, indem man durch breite psychopolitisch-indokrinative Propaganda aufzeigt, daß keine Seele existiert, und daß der Mensch ein Tier ist. Die verlogenen Mechanismen des Christentums bewegten Menschen zu närrisch tapferen Taten. Indem den Anhängern beigebracht wurde, daß es ein Leben nach dem Tode gibt, wurde das Risiko für tapfere Taten während des Lebens vermindert. Das Risiko für jede Tat muß jedoch stark erhöht werden, wenn eine Bevölkerung gehorsam sein soll. Deshalb darf kein Glaube an die Kirche bestehen bleiben, und die Macht der Kirche muß auf jeden Fall unterminiert werden. Der Psychiater sollte bei seinem Erniedrigungsprogramm jede tief religiöse Familie beargwöhnen. Sollte eine Neurose oder Geisteskrankheit vorkommen, muß er das der Religiosität anlasten und die Familie für den neurotischen oder psychotischen Zustand verantwortlich machen. Tief religiösen Menschen sollte weniger und weniger die Verantwortung für ihre geistige Gesundheit überlassen werden. Sie sollten in verstärktem Maße den Diensten des psychopolitischen Agenten überstellt werden.

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Durch Perversion der Institutionen, allgemeine Erniedrigung und die Einmischung in die Wirtschaft in einem Maße, daß Armut und Wirtschaftskrisen entstehen, wird schon ein minimaler Schock ausreichen, um bei der Bevölkerung als ganzer eine gehorsame Reaktion hervorzurufen. Deshalb wird die bloße Drohung des Krieges die Bevölkerung sofort nach Frieden verlangen lassen. Es ist ein langer, schwieriger Weg für den psychopolitischen Agenten, diesen Geisteszustand bei einer ganzen Nation hervorzubringen, jedoch werden nicht mehr als 20, 30 Jahre für das gesamte Programm nötig sein, weil wir tatsächlich Waffen zur Hand haben, mit denen wir das Ziel erreichen werden.

 

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KAPITEL 9:
KAMPAGNEN FÜR GEISTIGE GESUNDHEIT

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Psychopolitiker sollten jederzeit wachsam auf jede Gelegenheit achten, um "zur Verbesserung der Gemeinschaft" "Geistige-Gesundheits-Clubs" bzw., Gruppen zu organisieren. Indem die Mitarbeit der Bevölkerung in Programmen zur geistigen Gesundheit angeregt wird, kann der Schrecken der geistigen Verwirrung durch die gesamte Bevölkerung verbreitet werden. Darüber hinaus kann jede dieser Gruppen für geistige Gesundheit - wenn sie richtig geführt wird - zumindest einen gesetzgeberischen Druck auf die Regierung ausüben, um die Stellung des psychopolitischen Agenten hinreichend zu sichern und Regierungszuschüsse und Vergünstigungen für ihn durchsetzen - und damit die Regierung dazu bringen, ihren eigenen Niedergang zu finanzieren!

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Organisationen der geistigen Gesundheit müssen sehr sorgfältig alle wirklich fachmännischen Kräfte im Umgang mit geistiger Gesundheit oder deren Behandlung aus ihren Reihen ausschließen. Deshalb müssen Priester, Pfarrer, wirklich geschulte Psychotherapeuten, gute Hypnotiseure oder ausgebildete Dianetiker und Scientologen strikt außen vor bleiben. Da selbige einige Kenntnisse auf dem Gebiet der geistigen Verwirrung und deren Behandlung sowie auch eine gewisse Erfahrung in der Beobachtung von geistig Verwirrten haben, würden sie früher oder später, wenn sie Anstalten besuchen oder Literatur erhalten, Verdacht bezüglich der Machenschaften des psychopolitischen Agenten schöpfen. Sie müssen daher verleumdet und als "ungeschult", "ungeschickt", als "Quacksalber" oder "Lügenbolde" ausgegrenzt werden. Keine Bewegung der geistigen Gesundheit, die tatsächlich Ziele der geistigen Gesundheit verfolgt, sollte in irgendeiner Nation weiter bestehen können.

Zum Beispiel sollte der Gebrauch der chinesischen Akupunktur in der Behandlung von geistigen oder körperlichen Beschwerden nachdrücklich zum Verschwinden gebracht und schlecht gemacht werden, da einiger Nutzen darin liegt

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Und was noch wichtiger ist: Die Praktizierenden verstehen durch den langen Umgang damit viele der Prinzipien wirklicher geistiger Gesundheit oder Verwirrung. Auf dem Gebiet der geistigen Gesundheit muß der Psychopolitiker die autoritäre Stellung innehaben und weiterhin halten. Es besteht immer die Gefahr, daß Probleme der geistigen Gesundheit von einem Individuum oder einer Gruppe gelöst werden, was das Programm des psychopolitischen Agenten in seinen Clubs der geistigen Gesundheit durcheinanderbringen würde. Städtebeauftrage, Gesellschaften und andere nicht in das Gebiet der geistigen Gesundheit eingeweihte Einzelpersonen sollten zur vollen Mitarbeit bei den Gruppen für geistige Gesundheit aufgefordert werden. Aber deren ganze Aktivität sollte sich auf die Finanzierung von besseren Mitteln für den psychopolitischen Praktiker beschränken. Gegenüber diesen Gruppen muß immer wieder betont werden, daß das gesamte Gebiet der geistigen Gesundheit so schwierig ist, daß keiner von ihnen mit Sicherheit irgendeinen Teil davon verstehen könnte. So sollte der Club auf einer sozialen und finanziellen Ebene gehalten werden.

Wo bereits Gruppen bestehen, die sich für die Gesundheit der Gemeinschaft interessieren, sollten diese infiltriert und übernommen - oder wenn dies nicht möglich ist - verunglimpft und ins Abseits gebracht werden. Die öffentliche Verwaltung dieses Gebietes sollte dann dazu gebracht werden, sie für gefährlich zu halten und sie auszurotten. Wird eine feindliche Gruppe entdeckt, die sich geistiger Gesundheit verschrieben hat, sollte der Psychopolitiker auf die Mechanismen von Peyotl, Meskalin und neueren Drogen, die Geisteskrankheit verursachen, zurückgreifen.

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Der Psychopoltiker sollte vorzugsweise Leute, die unter seiner Kontrolle stehen, in die betreffende Gruppe - ob es sich nun um Christliche Wissenschaft, Dianetik oder um Glaubensheilung handelt - einschleusen, damit sie ihre Fähigkeiten an dieser neuen Person zeigen können. Diese Gruppen werden normalerweise ihre Fähigkeiten mit viel Begeisterung unter Beweis stellen. Nach der Hälfte der Behandlung wird eine heimliche Spritze Peyotl, Meskalin oder einer anderen Droge beziehungsweise ein Elektroschock die Symptome von Geisteskrankheit beim Patienten hervorrufen, der in die Zielgruppe gesandt wurde. Der Patient, der somit vorübergehend Geisteskrankheit aufweist, sollte sofort bei der Polizei angezeigt und an einem Ort eingesperrt werden, der vom psychopolitischen Agenten überwacht wird. Somit ist er weiterer Beobachtung entzogen. Die örtliche Verwaltung wird dann glauben, daß die Gruppe mit ihren Praktiken Menschen geisteskrank macht, die Praktiken der Gruppe verachten und gesetzlich verbieten.

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Der Wert einer weitverbreiteten Organisation für geistige Gesundheit wird offenkundig, wenn einem klar wird, daß jede Regierung dazu gezwungen werden kann:

  1. Einrichtungen für den psychopolitischen Agenten in Form psychiatrischer Abteilungen in allen Krankenhäusern zur Verfügung zu stellen
  2. nationale Einrichtungen zu etablieren, die sich gänzlich in den Händen psychopolitischer Agenten befinden und
  3. Kliniken bereitzustellen, wo auf die Jugend eingewirkt werden kann, um sie an die Zwecke der Psychopolitik anzupassen.

Solche Gruppen bilden eine politische Macht, die dann jedes Gesetz oder jede Vollmacht für den Psychopolitiker durchdrücken kann. Die Sicherung der Autorität über diese Organisationen der geistigen Gesundheit wird hauptsächlich erreicht, indem man sich auf seine Ausbildung beruft. Ein psychopolitischer Agent sollte sicherstellen, daß die von ihm kontrollierten Psychiater und die von ihm befehligten Psychologen eine extrem lange Ausbildungszeit hinter sich haben. Je länger die vorgeschriebene Ausbildungszeit, desto sicherer steht das psychopolitische Programm, da keine neuartige Gruppe von Praktizierenden dann in der Lage wäre, psychopolitische Programme aufzudecken und zu unterdrücken. Darüber hinaus dürfte eine solche Gruppe niemals hoffen, das ganze Wissen zum Thema erfassen zu können, wenn sie nicht unendliche Jahre intensiver Ausbildung genossen hat.

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Wien wurde bewußt als Heimat der Psychopolitik beibehalten, da es die Heimat der Psychoanalyse war. Und obwohl unsere Tätigkeit seit langem jeden Nutzen Freudscher Gruppen zerstreut und diese Gruppen übernommen hat, ermöglicht die Nähe Wiens zu Rußland einen regelmäßigen Kontakt mit dem Hauptquartierr. Daher sollte der Begriff Psychoanalyse jederzeit betont und als grundlegender Teil der psychiatrischen Ausbildung hervorgehoben werden. Das Vokabular der Psychoanalyse ist für unsere Zwecke äußerst nützlich. Außerdem weist sie eine ausreichend geringe Funktionsfähigkeit auf, um psychopolitische Einpflanzungen nicht aufzudecken. Sie kann zur Mode in jeder Organisation der geistigen Gesundheit gemacht werden, und durch das Einstudieren des Redeablaufes und durch den Glauben, einige der typischen Erscheinungen zu erkennen, können Mitglieder der Gruppen der geistigen Heilung annehmen, sie seien mit geistiger Heilung vertraut. Die Psychoanalyse legt ihr Hauptgewicht auf Sex und rückt den Charakter einer Person daher genügend weit ins Abseits, um angemessene Erniedrigung hervorzubringen. Daher sollte sich die Literatur, die diese Gruppen erhalten, mit Psychoanalyse befassen.

Wenn eine Gruppe, die sich um Jugendkriminalitätt, um Geisteskranke und um Werbung für den psychopolitischen Praktiker kümmert, in jeder Stadt eines Landes, das unter Angriff steht, gegründet werden kann, ist der Erfolg des psychopolitischen Programms garantiert, denn diese Gruppen erzeugen den künstlichen Anschein, ein breites Spektrum der Bevölkerung zu repräsentieren. Und indem laufend Propaganda über Drogenabhängigkeit, Homosexualität und verderbten Umgang der Jugend veröffentlicht wird, können sogar die Richter eines Landes zu gewalttätigen Reaktionen gegenüber der Jugend angestiftet werden. Auf diese Weise wird die Unterstützung der Jugend fehlgelenkt und gleichzeitig auch gelenkt.

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Die Verbindungen und Beziehungen der Psychopolitik können, wenn diese Organisationen geistiger Heilung etabliert worden sind, von den bekanntesten Bürgern zu den Regierungen führen. Die Hoffnung ist dabei nicht übertrieben, daß sich mit dem Einfluß dieser Gruppen folgendes erreichen läßt:

  1. Eine psychiatrische Abteilung in jedem Krankenhaus des Landes
  2. Ein Psychiater in jedem Unternehmen des Landes
  3. Ein Psychiater in jedem Regiment des nationalen Militärs
  4. Staatliche Anstalten, die nur mit psychopolitischen Agenten besetzt sind, in die kranke Beamte zum Vorteil der Psychopolitik / des Psychopolitikers eingeliefert werden

Wenn eine psychiatrische Abteilung in jedem Krankenhaus in jeder Stadt eingerichtet werden kann, dann ist gewährleistet, daß jeder bekannte Bürger einer Nation in den Dienst des psychopolitischen Agenten oder seiner Lakaien gelangt.

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Die Aufwertung der psychiatrischen Stellung in den Militärmächten und den Sicherheitsinstitutionen einer zu erobernden Nation kann einen Fluß von Geld und Informationen hervorbringen, der unvergleichbar viel höher sein wird, als bei jedem anderen möglichen Programm. Wenn jeder Militärpilot, der ein neues Flugzeug fliegt von psychopolitischen Agenten ausgefragt werden kann, wenn der Bearbeiter jedes militärischen Aktionsplanes ebenso unter die Aufsicht eines Psychiaters gelangen würde, dann wäre es mit der Hilfe von bestimmten Drogen - ohne das spätere Wissen des Soldaten - sehr einfach, jede Information herauszubekommen und jede offensive Aktion gegen den Kommunismus lahmzulegen. Wenn die Nation dazu gebracht werden könnte, jeden widerspenstigen oder rebellischen Soldaten einem psychopolitischen Agenten zu übergeben, dann würde diese Nation ihre besten Kämpfer verlieren.

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Der Nutzen der Organisationen geistiger Heilung liegt in der Ausübung von scheinbar öffentlichem Druck auf die Regierungen, kraft dessen o.g. Maßnahmen und Ziele erreicht werden können. Die Finanzierung der psychopolitischen Operation ist schwierig, außer sie wird von Bürgern und Regierungen vorgenommen. Obwohl große Summen Geldes von Privatpatienten eingenommen werden können, wie auch von Personen, die ihre Verwandten loshaben wollen, ist es dennoch schwierig, Millionen zu erhalten, wenn die Regierung nicht mitarbeitet.

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Regierungsbewilligungen für immense Geldbeträge lassen sich erschleichen, indem man Initiativen für geistige Gesundheit gründet, die sich aus führenden Bürgern zusammensetzen, die mit Hilfe ihrer Lobbies auf die Regierung einwirken.

So können viele Programme finanziert werden, die sonst vom Psychopolitiker hätten beiseite gelegt werden müssen. Der psychopolitische Agent sollte daher dauernde Anstrengung in die Gründung und in die fortwährende Aufrechterhaltung der Aktionen zahlloser Gruppen geistiger Gesundheit investieren.

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Der psychopolitische Agent sollte außerdem keine Ausgaben scheuen, um wirklich heilende und helfende Gruppen ein für alle Mal auszuradieren und deren Existenz endgültig zu vernichten, wie die Akupunktur in China, die Christliche Wissenschaft, Dianetik und die Scientology-Kirche, die Glaubensheilung in den Vereinigten Staaten, den Katholizismus in Italien und Spanien sowie die praktizierenden psychologischen Gruppen in England.

 

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KAPITEL 10:
VERHALTEN BEI ANGRIFFEN

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Der Psychopolitiker wird vermutlich als Einzelperson oder Gruppenmitglied Angriffen ausgesetzt sein. Er könnte durch undichte Stellen in der Organisation als Kommunist verteufelt werden, man könnte ihn für seine Fehlschläge kritisieren und er könnte von Menschen angegriffen werden, deren Familienmitglieder er verletzt hat. Auf alle Fälle sollte sein Benehmen in einer solchen Situation ruhig und reserviert sein.

Er sollte sich auf die Autorität vieler Jahre Ausbildung stützen können, und er sollte eifrig am allgemeinen Aufbau des Schutzwalls um das Gebiet der Geisteskrankheit beteiligt gewesen sein, der ihm die Sicherheit gibt, die einzige Autorität zu sein, die eine Aussage über die Zustände des Verstandes treffen kann. Wenn er seine Arbeit schlecht erledigt hat, können feindlich gesinnte Gruppen einen einzelnen Psychopolitiker entlarven. Diese können dann die Effektivität psychiatrischer Behandlung in Frage stellen, wie zum Beispiel E-Schock, Drogen und Gehirnchirurgie. Deshalb muß der psychopolitische Agent unzählige Dokumente zu Hand haben, die in außerordentlich ermutigende Zahlen über die Genesung durch Schock, Gehirnchirurgie, Drogen und allgemeine Behandlungsmethoden Beweis erbringen. Kein einziger der aufgeführten Fälle muß den Tatsachen entsprechen, gleichwohl sollten sie derart dokumentiert und aufbereitet sein, daß sie ausgezeichnete Gerichtsdokumente abgeben. Falls seine Integrität angezweifelt wird, sollte der Psychopolitiker seine Verbindung zu Wien angeben, da Wien die Stätte des Studiums für alle Belange des Verstandes darstellt. Wichtig ist darüber hinaus, daß er es sich unter Berufung auf seine Autorität zur festen Regel machen sollte, die geistige Gesundheit der Person, die ihn angreift, lächerlich zu machen. Und wenn die psychopolitischen Archive des Landes in Ordnung sind, dann können viele verleumderische Informationen herangezogen und als Gegenbeweis präsentiert werden.

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Sollte irgend jemand versuchen, Psychotherapie als psychopolitische Aktivität aufzudecken, ist die beste Verteidigung, die Zurechnungsfähigkeit des Angreifers in Frage zu stellen. Die zweitbeste Verteidigung heißt Autorität. Die drittbeste Verteidigung wird durch den Gültigkeitsbeweis psychiatrischer Praktiken anhand langer beeindruckender Zahlen erreicht. Als viertbeste Verteidigung gilt die tatsächliche Entfernung des Angreifers, indem man ihm ausreichende Behandlung verpaßt, die ihn für die Dauer des Prozesses unzurechnungsfähig macht. Dies würde ihn mehr als alles andere in Verruf bringen, ist jedoch außerordentlich riskant.

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Psychopolitik sollte Mord vermeiden, außer wenn er an Personen verübt wird, die sich in der Sicherheit der Anstalt befinden und deren Geisteskrankheit aktenkundig ist. Wenn Todesfälle in den Anstalten den Eindruck von Vermeidbarkeit erwecken oder sich zu einer "ungerechtfertigt hohen Zahl" summieren, kann daraus durch städtische Beamte oder die Gerichtsbarkeit Kapital geschlagen werden. Wenn der psychopolitische Agent selbst oder seine Gruppe gründliche Arbeit geleistet haben, sollten verleumderische Dokumente über die Person oder die Verbindungen des eventuellen Angreifers in den Akten vorhanden sein und dahingehend genutzt werden, den Betreffenden vor der Untersuchung abzuschrecken. Nach einer gewissen Zeit der Indoktrination wird ein Land nichts anderes mehr erwarten, als daß man Geisteskrankheit mit psychopolitischer Gewalt entgegentritt. Psychopolitische Aktivitäten sollten zur einzig anerkannten Behandlung der Geisteskrankheit avancieren. Tatsächlich kann dies so weit getrieben werden, daß eine Unterlassung von E-Schock und Gehirnchirurgie bei der Behandlung des Patienten als illegaler Tatbestand gewertet wird.

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Zur Verteidigung psychopolitischer Aktivitäten sollte eine außerordentliche Komplexität um psychiatrische, psychoanalytische und psychologische Technologien gesponnen werden.

Jede Anhörung sollte durch Terminologie belastet werden, die zu schwierig ist, um leicht niedergeschrieben zu werden. Großes Gewicht sollte dabei auf Begriffe wie Schizophrenie, Paranoia und andere ziemlich undefinierbare Zustände gelegt werden.

Psychopolitische Tests müssen nicht unbedingt in Einklang miteinander stehen, wenn sie der Öffentlichkeit zugänglich sind. Verschiedene Arten von Geisteskrankheiten sollten mit komplizierter Terminologie belegt werden. Vor Gerichten oder Untersuchungsausschüssen sollte man "den wahren Zustand" in nebulöse Schleier hüllen, so daß dort infolge dieser Wortwahl allmählich der feste Glaube Fuß faßt, daß eine wissenschaftliche Erklärung existiert, die aber für das Verständnis des Betreffenden zu kompliziert ist. Es ist kaum vorstellbar, daß sich ein Richter oder ein Untersuchungsausschuß zu weit in das Gebiet der Geisteskrankheit vorwagen würde, denn diese sind ja selbst Teil der eingeschüchterten, geimpften Massen - vorausgesetzt, die psychopolitische Aktivität hat dafür gesorgt, daß Geisteskrankheit, was Horrorgeschichten anbelangt, ausgiebig in den Medien präsent gewesen ist.
Im Falle einer Untersuchung oder eines Prozesses sollte die Entsetzlichkeit der Geisteskrankheit selbst und ihre Gefahren für die Gesellschaft so weit übertrieben werden, bis das Gericht oder der Ausschuß glaubt, daß der psychopolitische Agent auf seinem Posten lebensnotwendig ist und nicht wegen Taten angefeindet werden sollte, die Verrückte begangen haben. Ein sofortiger Angriff auf die Zurechnungsfähigkeit des Angreifers, ehe irgendeine Untersuchung stattgefunden haben kann, ist die beste Verteidigung. Es sollte allgemeine Gültigkeit erlangen, daß "nur die Geisteskranken Psychiater angreifen". Die Nebenthese sollte in die Gesellschaft eingepflanzt werden, daß Paranoia der Zustand ist, "in dem das Individuum glaubt, er würde durch Kommunisten angegriffen." Es wird festgestellt werden, daß dieser Gegenangriff effektiv ist.

PP1_121
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Teil des erfolgreichen Angriffes sollte das vollständige Fehlen jeder wirklichen Psychotherapie innerhalb der Gesellschaft sein. Wirksame Heilbehandlung muß systematisch ausgerottet werden, da eine wahrhafte Psychotherapie möglicherweise die Ergebnisse psychopolitischer Aktivitäten aufdecken könnte. Die Gerichtsbarkeit ist in einer kapitalistischen Nation von solcher Schwerfälligkeit, daß die Fälle ausnahmslos eine Vorverurteilung in den Medien erfahren werden. Wir haben diese Dinge in Rußland viel besser gehandhabt, indem wir Leute immer schon mit vollem Geständnis (sie wurden implantiert) vor das Gericht brachten, ehe die Verhandlung stattfand.

Sollten Gerüchte, Flugblätter oder Schmähschriften gegen psychopolitische Aktivitäten veröffentlicht werden, sollten diese der Lächerlichkeit preisgegeben und als sofortige Falschmeldung gebrandmarkt werden. Ihre Vertreiber oder Herausgeber sollten bei der erstbesten Gelegenheit mit dem Etikett der Geisteskrankheit behaftet werden, was dann später durch den Einsatz von Drogen zu bekräftigen wäre.

 

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KAPITEL 11:
PSYCHOPOLITIK BEI DER VERBREITUNG DES KOMMUNISMUS

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Reaktionäre Nationen sind so geartet, daß sie ein Wort angreifen, ohne es zu verstehen. Da die Eroberung einer Nation durch den Kommunismus von der Durchdringung seiner Bevölkerung mit kommunistischen Lehren abhängt, ist es anfänglich nicht notwendig, das Wort "Kommunismus" im Rahmen der erzieherischen Maßnahmen zu verwenden. Als Beispiel hierfür wäre anzuführen, daß wir in den Vereinigten Staaten in der Lage waren, das Werk von William James und anderen in einen akzeptableren Rahmen zu fügen. Wir waren außerdem in der Lage, die Lehren von Karl Marx, Pavlov, Lamarck sowie die Theorien des dialektischen Materialismus in solchem Ausmaß in die psychologischen Lehrbücher einzubringen, daß jeder Psychologiestudent auf der Stelle die Vernünftigkeit des Kommunismus akzeptieren wird. Da jeder Lehrstuhl der Psychologie in den Vereinigten Staaten mit einer Person besetzt ist, die mit uns in Verbindung steht, oder von jemandem beeinflußt werden kann, der mit uns in Verbindung steht, ist die dauernde Weiterverwendung dieses Lehrmaterials garantiert. Es erhält das "autoritäre Gütesiegel" und wird daher gewissenhaft gelehrt.

Anhaltender Druck auf die Legislative der Vereinigten Staaten kann eine Gesetzgebung herbeiführen, nach der jeder Hochschul- oder Universitätsstudent, Psychologiekurse belegen muß. Auf diese Weise wird es kinderleicht, die gesellschaftliche Schicht der Erziehungsberufe auf breiter Ebene mit kommunistischem Lehrmaterial zu indoktrinieren. Und wenn diese Schicht dann vor der Wahl steht, unter kommunistischen oder kapitalistischen Zuständen weiterzuexistieren, wird sie plötzlich im Kommunismus sehr viel mehr Vernunft erkennen als im Kapitalismus, der nun von uns definiert sein wird.

 

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KAPITEL 12:
GEWALTSAME BEHANDLUNGSMETHODEN

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Da die Bevölkerung normalerweise versteht, daß gewisse Gewalt bei der Behandlung von Geisteskranken erforderlich ist, scheinen gewalttätige Maßnahmen schlicht folgerichtig zu sein. Wenn man mit verhältnismäßig milder Gewalt wie Zwangsjacke oder Einweisung beginnt, ist es relativ leicht, die öffentliche Scheu gegenüber Gewalt zu überwinden, indem man einfach stückchenweise mehr und mehr Grausamkeit in die Behandlung Geisteskranker einfließen läßt. Durch die Steigerung der Brutalität der "Behandlung" erfüllt man die öffentliche Erwartungshaltung, was einen Einspruch des Individuums, dem die Behandlung widerfährt, unmöglich macht, denn unmittelbar im Anschluß daran ist er dazu nicht mehr in der Lage. Die Familie des Behandelten ist mit dem Makel behaftet, einen Geisteskranken in ihrer Mitte zu haben; ihre Proteste sollten abqualifiziert werden. Je gewalttätiger die Behandlung sein wird, desto mehr Befehlsgewalt wird der psychopolitische Agent erlangen. Gehirnoperationen sollten zur alltäglichen Norm werden.

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Und während die Zahlen der wirklichen Toten, wenn möglich, unterdrückt werden sollten, stellt der Umstand, daß es viele Tote gibt, für den psychopolitischen Agenten keinen wirklichen Anlaß zur Besorgnis dar.

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Die Bevölkerung sollte Schritt für Schritt über den Elektroschock unterrichtet werden: Zuerst soll sie erfahren, daß der E-Schock therapeutischen Nutzen aufweist, dann, daß er den Patienten ruhigstellt, später, daß er normalerweise zu Verletzungen des Rückgrats und der Zähne führt, und schließlich, daß er den Patienten sehr häufig abmurkst oder ihm zumindest das Rückgrat bricht und gewaltsam die Zähne aus dem Gebiß reißt. Es ist sehr zweifelhaft, ob irgendein Laie es ertragen könnte, bei nur einer einzigen Elektroschockbehandlung zuzuschauen. Ganz sicher würde es kein Laie schaffen, einer präfrontalen Lobotomie oder einer transorbalen Leukotomie beizuwohnen. Trotzdem sollte die Bevölkerung zu dieser Ebene emporgebracht werden, wo dies geht, wo dies als übliche Behandlungsmethode erwartet wird und wo Einzelheiten der Behandlung publik gemacht werden können, um die Macht der Psychopolitik zu steigern. Je gewalttätiger die Behandlung, desto aussichtsloser wird Geisteskrankheit aussehen. Die Gesellschaft sollte zu dem Punkt empor gebracht werden, wo jeder widerspenstige junge Mann vor ein Gericht gebracht und einem psychopolitschen Agenten übergeben werden kann, bei dem er Elektroschocks erhalten und für den Rest seiner Tage zu unvorstellbarer Gefügigkeit degradiert werden wird.

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Durch fortwährende und zunehmende Werbung für die Gewalt in der Behandlung werden die Menschen schließlich die Schaffung von Zombie-Zuständen zu solchem Ausmaß tolerieren, daß sie wahrscheinlich sogar Zombies als Arbeitnehmer beschäftigen, wenn sie ihnen zugeteilt werden. So kann eine breite Gesellschaftsschicht, die Gesamtheit der einst aufrührerischen Elemente, zu Potential für den psychopolitischen Agenten degradiert werden. Durch unterschiedliche Maßnahmen muß die Bevölkerung zumindest davon überzeugt werden, daß man Geisteskrankheit nur mit Schock, Folter, Entbehrung, Verleumdung, Diskreditierung, Verstümmelung, Tod und Bestrafung in jedweder Form behandeln kann. Die Gesellschaft muß gleichzeitig zu dem Glauben gebracht werden, daß die Geisteskrankheit in ihren Reihen ständig zunimmt. Dies wird eine Notlage schaffen, den Psychopolitiker in eine Retterrolle bringen und ihm auf lange Sicht die Befehlsgewalt über die Gesellschaft verschaffen.

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KAPITEL 13:
DAS ANWERBEN VON PSYCHOPOLITISCHEN GIMPELN*
(*UNTERTANEN, MITLÄUFERN, GÜNSTLINGEN, GEHILFEN, HÖFLINGEN)

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Der psychopolitische Gimpel (Höfling, Untertan) ist ein gut ausgebildetes Individuum, das dem psychopolitschen Agenten in absolutem Gehorsam dient. Da von fast allen Leuten, die sich in der Ausbildung befinden, erwartet wird, daß sie sich zu einem gewissen Grad selbst einer Behandlung auf dem Gebiet des Verstandes unterziehen, wird es nicht allzu schwierig sein, Leute auf dem Gebiet der geistigen Heilung dazu zu bringen, sich selbst milderen Formen von Schock oder Drogen auszusetzen. Wenn dieser Fall eintritt, kann sofort ein psychopolitischer Gimpel mit Hilfe von Schmerz-Drogen-Hypnose hergestellt werden.

Rekrutierung für die Ränge "geistiger Heilung" erfolgt mit Fingerspitzengefühl an denjenigen Studenten, die vorher schon in gewissem Maße verdorben sind oder bereits von einem psychopolitischen Agenten "behandelt" wurden. Man rekrutiert jemanden, indem man dem Betreffenden das Gebiet der geistigen Heilung überaus attraktiv darstellt, sowohl finanziell als auch sexuell. Das Ausmaß willkürlichen Geschlechtsverkehrs, zu dem sich Psychiatriepatienten nötigen lassen, kann sich beim Rekrutieren mit Sicherheit als Trumpf für den Psychopolitiker erweisen. Der Gimpel kann so zu vielen absonderlichen, sexuellen Kontakten verleitet werden, die sich - sorgfältig dokumentiert - als behelfsweises Erpressungsmaterial verwenden lassen, wenn es bei der Schmerz-Drogen-Hypnose zu Schnitzern in der Befehlsausführung kommen sollte. Die Aussicht auf unbegrenzte sexuelle Möglichkeiten, das Versprechen der absoluten Macht über Körper und Verstand hilfloser Patienten, die Perspektive totaler Gesetzlosigkeit, bar jeder polizeilichen Ermittlung, wird viele wünschenswerte Rekruten der "geistigen Heilung" anlocken, die sich aus eigenen Stücken in psychopolitische Aktivitäten einreihen.

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Der psychopolitische Agent hat die Geisteskranken der Nation, von denen die Mehrzahl kriminelle Tendenzen aufweist, unter seiner Kontrolle; und indem er, sowie die psychopolitische Bewegung fortgeschritten ist, die Kriminellen selbst rekrutiert, steht ihm eine unbegrenzte Zahl menschlicher Wesen zur Ausführung jedes beliebigen Planes zur Verfügung.

Der Psychopolitiker hat den Vorteil, daß er jeden Versuch eines Patienten, Pläne und Befehle aufzudecken, als Symptom der Verwirrung hinstellen kann. Der Psychopolitiker sollte sich bevorzugt Anstalten anschließen und Privatpraxen, wenn möglich, meiden, denn erstere spielen ihm die größtmögliche Anzahl von Menschen zu. Wenn er in Privatpraxen tätig wird, dann höchstens, um mit den Familien der Reichen und Offiziellen des Landes in Kontakt zu kommen.

 

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KAPITEL 14:
DAS ZERSCHLAGEN RELIGIÖSER GRUPPEN

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Sie müssen verstehen, daß bis zu unseren Tagen das gesamte Gebiet der geistigen Verwirrung - von der leichten Sorge bis zur schweren Geisteskrankheit - in das Aufgabengebiet der Kirche, und nur der Kirche fiel. Traditionsgemäß lag die ganze Verantwortung des geistigen Zustandes der Bürger in zivilisierten und auch barbarischen Nationen in den Händen der Priesterschaft. Zur großen Beunruhigung der Psychopolitiker besteht dieser Hang noch heute in der westlichen Welt, und wissenschaftlicher Zugang zu diesem Gebiet konnte nur auf bürokratischer, jedoch niemals auf persönlicher Ebene erreicht werden. Ohne diese bürokratische Forderung - sogar wenn diese nur für einen Augenblick unterbliebe - würden sich die Massen in ihrer Dummheit an den Klerus wenden. Heute würden in Europa und Amerika "wissenschaftliche Praktiken" im Bereich des Verstandes keinen Augenblick lang fortbestehen, würden sie nicht ausschließlich von der Bürokratie mit Nachdruck geltend gemacht.

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Die großartigen Werkzeuge, die uns von Wundt zusammengeschustert wurden, wären nichtig, bestünde in zivilisierten Länder nicht die bürokratische Forderung nach der Anwendung "wissenschaftlicher Praktiken" bei Verstandesproblemen.

Es muß unbedingt verheimlicht werden, daß die Entstehung von Geisteskrankheit erst zunahm, seitdem "wissenschaftliche Praktiken" angewendet wurden. Viel muß über die "Schnelligkeit der modernen Lebensweise" und anderen Mythen als Ursache der zunehmenden Neurosen in der Welt verbreitet werden. Es ist uns egal, was die Ursache ist, falls es überhaupt irgendwie verursacht wird. Es bedeutet uns jedoch alles, daß keinerlei Beweis im Umlauf toleriert werden darf, der die öffentliche Neigung zur Kirche als den richtigen Weg bestätigt.

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Wenn die Menschen ihren Willen bekämen, wenn die Entscheidung bei ihnen läge, wo sie ihre verwirrten geliebten Nächsten - unabhängig von der Bürokratie - hinbringen könnten, würde die Öffentlichkeit religiöse Sanatorien wählen und Orte wie die Pest meiden, an denen "wissenschaftliche Praktiken" verwendet werden. Nur die geringste Ermutigung würde ausreichen, damit die Öffentlichkeit sofort befürworten würde, jegliche geistige Heilung in die Hände der Kirche zurückzulegen. Und es gibt Kirchen, die darauf warten, diese Aufgaben zu übernehmen - kluge Kirchen. Das schreckliche Monster namens "Katholische Kirche" beherrscht das Gebiet der geistigen Heilung noch immer in der gesamten christlichen Welt, und ihre gut geschulten Priester sind ständig im Einsatz, die Öffentlichkeit für sich zu vereinnahmen.

Unter Fundamentalisten und Gruppen der Pfingstbewegung werden Kampagnen zur Heilung veranstaltet und gewinnen aufgrund der guten Resultate viele Leute für den christlichen Kult. Auf dem Gebiet der Glaubensheilung ist die Kirche der Christlichen Wissenschaft in Boston Massachusetts im öffentlichen Ansehen führend. Sie betreibt mehrere Sanatorien, die allesamt hinweggefegt werden müssen. Die Christliche Wissenschaft muß lächerlich gemacht und diffamiert werden, und sämtliche ihrer Therapien müssen als Unfug hingestellt werden. Ein Fünftel der Zeit eines Psychopolitikers sollte zur Vernichtung dieser Gefahren verwendet werden.

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So, wie wir in Rußland nach vielen, vielen Jahren härtester Arbeit die Kirche zerstörten, genauso müssen wir jeden Glauben in jenen Nationen ausrotten, die erobert werden sollen.

Geisteskrankheit muß jedem Schritt eines Priesters oder eines Praktizierenden folgen. Seine besten Ergebnisse müssen in renitente Geisteskrankheiten verwandelt werden - koste es was es wolle. Um die Wirkung bei der Öffentlichkeit brauchen wir uns nicht zu kümmern. Die Wirkung, die zählt liegt bei der Bürokratie. Sie müssen jede Behörde der zur Abschlachtung vorgesehenen Nationen in den Zustand unkontrollierten Hasses gegenüber religiösen Heilungsmethoden bringen. Sie müssen Staatsanwälte und Richter in den festen Glauben zwingen, einen Glauben, der so leidenschaftlich sein muß, wie der alte Glaube an Gott, daß die Christliche Wissenschaft oder irgend eine andere religiöse Praktik, die sich der geistigen Heilung verschrieben hat, schädlich und schlecht ist, daß sie Geisteskrankheiten verursacht, von der Öffentlichkeit gehaßt wird und nicht tolerierbar ist.

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Sie müssen jegliche Organisation der medizinischen Heilung bestechen und ihr geheimes Einverständnis als Mithelfer für diese Schlacht gewinnen.

Sie müssen an deren Habsucht appellieren und sogar an deren Menschlichkeit, um ihre Kooperation im Ausrotten aller religiösen Heilungsmethoden zu gewinnen, um so zu gewährleisten, daß in unserem Sinne für die Geisteskranken gesorgt wird. Sie müssen darauf achten, daß diese Gesellschaften nur ausgebildete kommunistische Anhänger in dieser Angelegenheit als Berater erhalten, denn Sie können solche Gesellschaften in Ihrem Sinne benutzen und vor ihren Karren spannen. Sie sind dumm und geraten leicht in Panik. Ihr Ansehen und ihre akademischen Würden können gut dazu verwendet werden, um alle Aktionen, die wir verheimlichen wollen auch wirklich verdeckt zu halten. Wir müssen sie zu unserem Partnern in unserem Kreuzzug machen, damit sie nicht mehr unter unserem Daumen hervorkommen und uns schlechtmachen können.

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Wir haben in Amerika seit der Jahrhundertwende dafür gekämpft, den christlichen Einfluß aufzuheben, und wir machen Fortschritte. Während wir den Anschein erwecken, den Christen gegenüber freundlich gesinnt zu sein, bedenken Sie bitte, daß wir die "christliche Welt" immer noch für unsere Zwecke beeinflussen müssen. Wenn wir dieses Ziel erreicht haben, werden wir uns ihrer allerorts entledigen. Sie können sie hier in Rußland als konditionierte Affen bewundern. Sie wissen nicht, daß wir sie nur so lange am langen Zügel führen, bis die Affen in anderen Ländern unvorsichtig geworden sind. Sie müssen so lange weitermachen bis "Religion" gleichbedeutend mit "Geisteskrankheit" geworden ist. Sie müssen so lange arbeiten, bis Vertreter der Städte-, Länder und Staatsregierungen nicht zweimal überlegen müssen, ehe sie religiöse Gruppen als öffentliche Feinde verdammen.

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Vergessen Sie nicht, daß alle Länder nur von wenigen regiert werden, die nur vorgeben, sich von den Vielen Rat zu holen. Es ist in Amerika nicht anders. Der Gesetzgeber kann ebenso wie der kleine Beamte dazu gebracht werden, das Schlimmste zu glauben. Es ist keinesfalls nötig, die Massen zu bearbeiten. Es erfordert lediglich unablässige Arbeit an offiziellen Persönlichkeiten mit allen Arten von Verleumdung, wüsten Lügen, falschen Beweisen und fortwährender Propaganda, und schon werden selbige für Sie gegen die Kirche und gegen jeden beliebigen anderen Praktizierenden zu Felde ziehen. Wie der Volksvertreter so kann auch der gutgläubige Mediziner das Schlimmste annehmen, wenn es ihm als gefährliche Konkurrenz vor Augen geführt werden kann. Und sollte er, wie der Christ versuchen, uns irgendwelche angestammten Rechte wegzunehmen, so werden wir auch ihm ein Ende setzen.

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Wir müssen wie der Wein sein, der um den Baum rankt. Wir benutzen den Baum, um hochzuklettern, und während wir ihn erwürgen, gewinnen wir durch die Aufnahme seines Fleisches an Kraft.

Wir müssen jegliche Opposition aus unserem Wege räumen. Wir müssen sämtliche Autorität, die in unsere Finger kommt, als Instrument für uns benutzen. Und dann können wir uns, wenn die Jahrzehnte dahingeeilt sind, aller Autorität mit Ausnahme unserer eigenen entledigen und im größeren Glanze der Partei triumphieren.

 

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KAPITEL 15:

INITIATIVEN, DIE LAHMZULEGEN SIND

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Es existieren gewisse nachteilige Bestrebungen, die einem psychopolitischen Eroberungsfeldzug Einhalt gebieten könnten. Sie könnten in einzelnen Landesteilen auftauchen und sich ihren Weg bahnen, was aber erkannt und ausgemerzt werden muß, bevor es soweit kommt. Es könnten Empfehlungen großer, einflußreicher Gruppierungen aufkommen, die Pflege der Geisteskranken in die Hände derer zurückzulegen, der sie Jahrhunderte lang oblag - der Geistlichkeit. Jegliche Bestrebung, dem Klerus die Verantwortung der Anstalten zu übertragen, sollte mit dem Argument der Unfähigkeit und dem Hinweis der durch Religion verursachten Geisteskrankheit bekämpft werden. Die destruktivste Sache, die einem psychopolitischen Programm widerfahren könnte, wäre die Delegierung der Pflege der Geisteskranken einer Nation an die Geistlichkeit. Wenn es Anstalten gibt, die von religiösen Gruppen geleitet werden, müssen diese in Verruf gebracht und geschlossen werden, ganz egal was es kosten wird, denn es könnte sonst passieren, daß die wirklichen Genesungszahlen dieser Anstalten bekannt, und die Fehlschläge der anderen Anstalten damit verglichen würden. Dies könnte dann eine Bestrebung nach sich ziehen, die Verantwortung für die Geisteskranken in die Hände des Klerus zu legen. Argumenten oder Beweisen in dieser Richtung muß vorgegriffen werden, um jeder Möglichkeit, daß dies geschehen könnte, von vornherein die Tür zu verschließen. Ein landesweites Gesetz muß sorgfältig ausgearbeitet und verabschiedet werden, das Geisteskranken sämtliche persönlichen Rechte versagt.

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Sämtliche Gesetzesvorlagen oder mögliche Zusätze zur Verfassung, die eine Schädigung oder Verletzung von Geisteskranken unter Strafe stellen, sollten mit der Begründung, daß nur gewaltsame Methoden zum Erfolg führen, bis aufs Blut bekämpft werden. Falls das Gesetz die Geisteskranken beschützen würde, was es normalerweise nicht tut, wäre das gesamte psychopolitische Programm aller Wahrscheinlichkeit nach dem Untergang geweiht. Jeder Bestrebung, die Menge an Vorschriften, die für eine Einweisung erforderlich sind zu erhöhen oder die Einweisung unter staatliche Aufsicht zu stellen, sollte massiv entgegengewirkt werden. Dies sollte ausschließlich Personen überlassen bleiben, die sich unter fester psychopolitischer Kontrolle befinden. Es sollten möglichst wenige Formalitäten hierzu nötig sein.

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Für einen Geisteskranken sollten keinerlei Möglichkeiten existieren, seine Entlassung aus einer Anstalt mit gesetzlichen Mitteln zu erwirken. Jedem Ansinnen, den gesetzlichen Schritten zur Einweisung oder Entlassung etwas hinzuzufügen, sollte auf der Basis der bestehenden Notlagesituation entgegengetreten werden. Das Bravourstück, wie man erreicht, sich darüber überhaupt nicht mehr kümmern zu müssen, besteht darin, in jedem Krankenhaus des Landes sowohl eine offene psychiatrische, als auch eine geschlossene psychiatrische Abteilung einzurichten.

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Auf alles Schriftliche von psychopolitischer Natur, das dieselbe versehentlich enttarnen könnte, muß verzichtet werden. Jegliche Literatur, die sich mit den tatsächlichen Gegebenheiten der Geisteskrankheit und deren tatsächlicher Behandlung befaßt muß (a) durch Sicherheitsmaßnahmen und (b) durch eine entsprechend komplizierte Wortwahl für die Öffentlichkeit unzugänglich gemacht werden.

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Die wahren Zahlen über Genesung oder Tod dürfen in keiner Zeitung zu keiner Zeit bekanntgegeben werden.

Jegliche Untersuchung, die darauf abzielt, herauszufinden, ob Psychiatrie und Psychologie jemals irgend jemanden geheilt haben oder nicht, muß sofort durch die Mobilisierung sämtlicher psychopolitischen Kräfte unterbunden, verhöhnt und zum Gespött der Leute gemacht werden. Zunächst sollte sie ignoriert werden, doch wenn das nicht ausreicht, muß das ganze Gewicht sämtlicher Psychopolitiker dieser Nation darauf verwendet werden. Jede nur mögliche Taktik sollte eingesetzt werden, um einer solchen Sache vorzubeugen. Als Gegenbeweis sollten wissenschaftlich aussehende Schriften existieren, die Erfolge der Psychiatrie und Psychologie aufzeigen. Wenn möglich, sollten Verhältnisangaben, egal wie erfunden sie auch sein mögen, in gesetzliche Unterlagen eingearbeitet werden, damit ein Beweishintergrund entsteht, der sofort jegliche Bemühung zum Erliegen brächte, tatsächlich sämtliche Personen aufzuspüren, denen von der Psychiatrie oder Psychologie geholfen wurde.

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Falls die kommunistischen Beziehungen eines Psychopolitikers entdeckt werden, sollte dies sofort auf seine eigene Unzuverlässigkeit zurückgeführt werden, und er sollte augenblicklich als Außenseiter seiner Berufsgruppe gebrandmarkt werden.

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Schriftsteller, die versuchen, das Bild einer Gesellschaft unter absoluter Kontrolle und Zwang aufzuzeigen, sollte man helfen, zu Schande und Ehrlosigkeit zu kommen oder sich in den Selbstmord zu treiben, um so ihr Werk in Verruf zu bringen.

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Jede Gesetzgebung zur Liberalisierung von Heilverfahren sollte augenblicklich bekämpft und vernichtet werden. Sämtliche Heilverfahren sollten auf rein autoritärer Meinung basieren, und keinerlei andere Meinungen sollte zugelassen werden, da dies zur Aufdeckung führen könnte.

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Initiativen, der Jugend zu helfen, müssen unterwandert und korrumpiert werden, da hierdurch Aktionen verhindert werden könnten, die Jugendkriminalität, Drogenabhängigkeit, Trunksucht und sexuelle Wahllosigkeit verursachen sollen.

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Kommunistische Mitarbeiter bei Zeitung und Radio sollten durch die Psychopolitik wo immer dies möglich ist, beschützt werden, indem man diejenigen Personen außer Gefecht setzt, die dauernd kritisieren. Radio- und Zeitungsmitarbeiter sollten dafür im Gegenzug die Bereitschaft zeigen, die Vorteile und Nutzen psychopolitischer Aktivität unter der Überschrift der Wissenschaft auf breitest möglicher Ebene bekannt zu machen.

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Keine Therapiegruppe, die sich mit Verstandesfragen auseinandersetzt, darf innerhalb der Grenzen von Rußland oder seiner Satellitenstaaten geduldet werden. Nur altbewährte psychopolitische Agenten dürfen ihre Tätigkeit zum Nutzen der Regierung oder gegen feindliche Gefangene fortführen.

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Jedwede Absicht, Psychiater oder Psychologen von den Streitkräften auszuschließen, muß bekämpft werden.

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Jede Untersuchung eines "Selbstmords" oder einer plötzlicher geistigen Verwirrtheit eines politischen Führers einer Nation, darf ausschließlich vom psychopolitschen Agenten oder einem seiner Gimpel durchgeführt werden, egal ob die Verantwortung für diesen Vorfall bei der Psychopolitik lag oder nicht.

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Mord und Gewalt an Personen, die den Kommunismus angreifen, sollte aus Gründen der Gesetzwidrigkeit vermieden werden. Dies könnte sie außerdem zu Märtyrern machen. Lediglich Erniedrigung und der Vorwurf der Geisteskrankheit sollten verwendet werden, und sie sollten letzten Endes der Amtsgewalt psychopolitischer Agenten, wie Psychiatern und kontrollierten Psychologen unterstellt werden.

 

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KAPITEL 16:
NACHTRAG

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In Zeiten unbegrenzter Waffen und nationaler Feindseligkeiten, in denen eine atomare Auseinandersetzung mit kapitalistischen Mächten in den Bereich des Möglichen rückt, muß die Psychopolitik wirksamer arbeiten als jemals zuvor. Sämtliche Programme der Psychopolitik müssen erweitert werden, um die Aktivitäten kommunistischer Agenten anderer Nationen zu unterstützen.

Ein Versagen der Psychopolitik könnte sehr wohl die atomare Zerstörung des Mutterlandes bewirken. Falls die Psychopolitik mit ihrer Mission in allen kapitalistischen Nationen der Welt erfolgreich ist, wird es nie zum Atomkrieg kommen, denn Rußland wird alle seine Feinde unterjocht haben. Der Kommunismus hat sich bereits über ein Sechstel der bewohnten Welt ausgebreitet. Marxistische Lehren haben bereits den Rest durchdrungen. Die Ausdehnung der kommunistischen Sozialordnung setzt sich bereits überall erfolgreich durch. Der Kommunismus wurde nie mit der Gewalt einer Schlacht verbreitet, sondern durch die Vereinnahmung des Verstandes. Durch die Psychopolitik haben wir diese Vereinnahmung bis in die letzten Einzelheiten verfeinert. Der psychopolitische Agent muß erfolgreich sein, denn sein Erfolg bedeutet eine Welt des Friedens. Sein Versagen kann sehr wohl die Zerstörung des gesamten zivilisierten Teils der Erde durch Atomkraft in den Händen von kapitalistischen Verrückten bedeuten. Der Zweck heiligt die Mittel. Die Erniedrigung von Bevölkerungen ist weniger unmenschlich als ihre Zerstörung durch eine atomare Explosion, denn für ein Tier, das nur einmal lebt, ist jedes Leben süßer als der Tod. Das Ziel des Krieges ist die Macht über das eroberte Volk. Wenn ein Volk ohne Krieg erobert werden kann, ist das Ziel des Krieges ohne die ansonsten damit einhergehende Zerstörung erreicht. Die Belohnung des Psychopolitikers äußert sich in nahezu unbegrenzter Macht über Menschen, in nahezu uneingeschränkter Ausübung seiner Leidenschaften sowie im Sieg des kommunistischen Feldzugs über die Dummheit der Feinde des Menschen.

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- Ende des psychopolitischen Originaltextes -

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